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Voll verchromt

25. Juli 2011

Browser sind schon ne Sache für sich. Alle bestehen aus Code, besitzen eine Lesezeichenfunktion und sind dafür gemacht, dass der User fröhlich im Netz herumtrollen kann.

Im Grunde erledigen diesen Job auch alle am Markt erhältlichen Konkurrenten mehr oder weniger gut. Das Microsofts Produkt schon bei den Grundbedürfnissen versagt, ist ebenfalls bekannt. Im Grunde genommen war es einfach nur eine Gewohnheitsfrage, für welchen Browser man sich denn nun entscheidet. Die Appleuser schwören auf ihren Safari, die Freaks sind mit dem Opera unterwegs, Hardcoregeeks nutzen Konqueror, Midori, Arora oder sonstigen Linuxkrempel und die Ottonormalverbraucher haben in den meisten fällen den roten Firefox in ihrer Taskleiste kleben… so wie ich bis dato. 

Im September 2008 erschien dann irgendwann Google Chrome im Netz und sorgte bei vielen Menschen für Furore. Mir war das einfach vollkommen egal, denn noch eine neue Browseralternative hat mich beim besten Willen nicht interessiert. Zudem hatte ich damals mitbekommen, dass Google eindeutige IDs in ihren Browser klatscht, die eine eindeutigeIdentifizierung der User ermöglicht. Das schreckte mich ab und ich hatte noch weniger Lust auf das Ding. Ausserdem unterstützte das Ding damals keine Erweiterungen und war somit vollkommen nutzlos für mich.

Inzwischen haben wir 2011, ich war Betatester fürs Google+ Projekt und hatte Langeweile. Im Netz las ich davon, dass es mit dem Chromebrowser möglich wäre Seiten direkt zu Plussen. Selbst dann, wenn auf Selbigen seitens des Webmasters kein Button platziert wurde. Da ich das Ganze mal austesten wollte, habe ich mir das Ding einfach mal installiert.

Nach geschätzten 10 Minuten fragte ich mich dann ernsthaft, wieso ich bis zu diesem Zeitpunkt meine Zeit im Firefox vertrödelt habe.

Chrome war einfach viel hübscher, superunkompliziert und irgendwie verflucht schnell. Ich habe keinen Plan, warum das Teil so flott ist, aber es ist deutlich merkbar. Das fand ich gut.

Der Import meiner Firefox Bookmarks funktionierte ebenfalls problemlos und ich hab einfach mal angefangen, mich ein bisschen genauer mit dem Ding zu beschhäftigen. Vorallem interessierte mich, ob ich die Erweiterungen, die ich im Firefox so lieb gewonnen hatte auch im Googlependant wiederfinde. Und siehe da… alles vorhanden!

Zudem habe ich erfahren, dass die Geschichte mit der eindeutigen ID (die mir inzwischen aber sowieso egal gewesen wäre) seit Version 4.1 nicht mehr im Browser vorhanden ist.

Im Folgenden will ich mal einige dieser Erweiterungen vorstellen und vielleicht den ein oder anderen zum Switch überreden.

1. Xmarks

Xmarks dient dazu, seine gespeicherten Bookmarks auf einen zentralen Server im Netz zu syncen. Ich habe eine enorm große Bookmarksammlung und habe desöfteren erlebt, dass ich nach einem OS Reinstall vergessen habe, meine Lesezeichen zu sichern. Somit war alles im Arsch und durfte von 0 anfangen. Mit Xmarks ist das vorbei, da man vom jedem Rechner auf der Welt zugriff zu seinem Zeug hat. Das ist enorm praktisch.

2. Whatfont

Die App Whatfont platziert einen kleinen (hässlichen) Button in der oberen Leiste des Chromebrowsers. Nach einem klick auf diesen Button und einem anschliessendem Hovern über jeglicher art von Text auf irgendeiner Webseite, spuckt das App den zugehörigen Namen der Schriftart aus. Ich liebe diese Funktion und empfinde das Ganze als extrem nützlich.

3. AdBlock

AdBlock entfernt nervige werbung von Webseiten. Ohne Erweiterungen dieser Art würde ich mich wohl erhängen.

4. Feedly

Ohne Feedly geht bei mir seit einigen Wochen garnichts mehr. Ich verbringe den Großteil meiner Zeit im Netz damit, nach Neuigkeiten zu stöbern. Dabei habe ich enorm viele RSS Feeds abonniert, welche ich penibel im Google Reader nach Kategorien sortiert habe. Feedly ist eine eigenstände Webseite, die alle meine abonnierten feeds extrem übersichtlich und hübsch darstellt und man so direkt und superkomfortabel durch seine abonnierten Themen blättern kann. Das coole dabei ist, dass auf iPhone und Androidgeräten jeweils eine feedlyapp existiert, die gelesen Beiträge synchronisiert. Ohne Feedly geht nichts mehr bei mir.

5. Start G+

Start G+ dient dazu, dass Google+ eine Zentrale Anlaufstelle für die drei grössten sozialen Netze wird. Facebook, Twitter und Google+ werden unter einen Hut gefasst und man kann sich zentral aus Google+ einen Überblick über alle Netze auf einen Blick verschaffen. Tweets absetzen, auf Facebook posten, Kommentieren, private Facebooknachrichten beantworten oder zeitlich in allen drei Netzen herumlamen. Praktisch. so muss man nicht mehr eklig zwischen den Tabs wechseln.

6. Chrome to Phone

Chrome to Phone beschert dem user einen kleinen Androidbutton in der oberen Navigationsleiste. Sofern man nun eine Webseite auf dem mobilen Gerät weiterlesen möchte, war es bisher immer notwendig, den (im schlimmsten Fall) kryptischen Link vom Browser abzutippen und in die Browserleiste vom Telefon zu übertragen. Das war ätzend. Habe ich nun selbiges Vorhaben, klicke ich im Chrome einfach auf den Knopf und die Webseite öffnet sich im Handy.

Praktisch oder?

 

Probierts mal aus.. rockt!

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29 Discussion to this post

  1. Der Ösi sagt:

    sag mal, muss das sein dass sich dein Blog so gut liest? 😉

  2. desty sagt:

    wie was? ironie?
    falls nicht: ich bin hypertalentiert.

  3. elk sagt:

    …wirst du eigentlich vom onkel google bezahlt? *g* nur spaß… 😉

  4. desty sagt:

    Das is‘ mir beim Schreiben tatsächlich auch durch den Kopf gegangen. Aber nein ;(
    ..ich find‘ den Kram tatsächlich gut ^^

  5. chrisli sagt:

    Wie willst du mich von Chrome überzeugen, indem du Sachen aufzählst was Firefox auch kann?

    Xmarks, whatfont, adblock, feedly gibts auch 1 zu 1 auf Firefox

  6. wusel sagt:

    🙂 schon mal als produkttester gearbeitet?
    😉

  7. sp00n sagt:

    Alles richtig, alles gut! …ich bin auch übergelaufen, schon vor Wochen… und nicht wegen Google+, sondern wegen des Speeds… denn der schlägt den Fuchs um Längen und das ist der größte Vorteil!

  8. desty sagt:

    ja speed. Das war auch das hauptding. Aber das hat chris nich verstanden 😛

  9. chrisli sagt:

    Google ist böse, M$ ist böse, Apple ist böse und Mozilla ist lieb 🙂

  10. spaceape sagt:

    Als Entwickler kommst um den Feuerfuchs gar nicht drumherum, sinnvolle Addons gibts für andere Browser nur begrenzt und Geschwindigkeit… mal ehrlich, wer merkt 10tel Sekunden?

    Warum zu Teufel sollte ich also einen anderen Browser als den FF nehmen?

  11. desty sagt:

    Das ding ist.. du merkst es 😛

    Und ich bin kein Crapentwickler mit Crapbewerbern!

  12. spaceape sagt:

    dafür weiss google aber auch nicht allesm was ich mache. das ists mir locker wert.

    Im Endeffekt ist google nichts anderes, als eine supertolle Villa mit Swimmingpool, Sauna und Kabelfernsehen. Nur, dass innen drinnen eine Schweinefarm ist.

    Sieht man zwar von aussen nicht, keiner wills wahrhaben, aber stinken tuts trotzdem.

  13. desty sagt:

    ja, mag sein.

    aber du willst jetzt nicht wirklich behaupten, dass du der bösen bösen datenkrake entkommst, indem du voll auf son megaindependent undergroundbrowser wie firefox setzt, zeitgleich aber mit einem Googleaccount eingeloggt bist? 😀

    Oder hast du zusätzlich auch noch so schutzsoftware drauf wie „norton internet security“ ? 🙂

    Ganz im ernst: dieses „mimi meine hochsensiblen Daten will ich nicht preisgeben, darum kauf ich nix bei dem und dem Laden und mach dies und das nicht..“.. das is einfach lächerlich.

    Deine person ist ohnehin schon vollkommen transparent. Und selbst wenn sich irgendwelche paranoiden idioten auf den Kopf stellen und sich im Keller einschliessen, um auf GARKEINEN Fall IRGENDETWAS von sich preiszugeben.. Warte 1 Jahr und die sind im selben datensumpf,… oder beim CCC unterwegs.

    Davon ab loggt Chrome gar nichts. Das war in der Anfangszeit so, jetzt nicht mehr.

  14. spaceape sagt:

    Dass chrome nichts loggt, glaube ich nicht.
    Eingeloggt bin ich bei google (und FB) mit einem anderen Browser, mit dem ich nicht surfe und/oder arbeite.

    Ich habe nicht vor, google mehr Daten in den Rachen zu schmeissen, als nötig. Ich nutze auch so wenig wie möglich von googles tollen weiteren dienstleistungen, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass die rechnung dafür irgendwann kommt.

    Ich besorge mir ja keine Paybackkarten bei Tankstellen oder Kaufhäusern und verschacher mich für ein paar Euro.

  15. wes' sagt:

    da hat aber jemand echt die Weisheit mit Löffeln gefressen.
    Ich wette der Herr Spaceape ist bei Facebook registriert und dort auch brav aktiv.

    Bin ja wirklich mal gespannt, wann diese Denkweisen aus den Köpfen der Leute verschwinden..

  16. spaceape sagt:

    @wes: Kein Grund, mit Beleidigungen um sich zu schmeissen.

    Spammen auf FB ist imho nicht wirklich das Problem, zumal ich dort zumindest ein wenig Kontrolle über die Daten habe, die ich FB „anvertrauen“ möchte.

    Google loggt einfach alles mit, was ich mache, ob ich surfe, Mails versende, den Terminplaner nutze, GoogleMaps verwende, irgendein anderes tolles Feature oder einfach nur die Suche nutze.

    Alle diese Daten werden gespeichert.

    Ich zeige ja auch nicht meinem Briefträger, wenn er mir Post bringt, was mir Leute so schreiben. Aber im Gegensatz zu Google interessiert den das wohl auch herzlich wenig.

    Was mich interessiert wäre nun: Warum SOLLTE denn Deiner Meinung nach diese Denkweise verschwinden? Und: Wie kommst Du darauf, dass das keine Konsequenzen hat, wenn ein Megakonzern Deine Daten hat?

  17. rob sagt:

    nicht zu vergessen: chrome hat 1a developer tools. dom-insepction/manipulation und JS-debugging vom feinsten. 🙂 trotzdem ist firefox bei mir noch der standard-browser.

  18. desty sagt:

    Den wohl grössten Vorteil von Chrome hab ich garnicht erwähnt: ANGRY BIRDS als app!!

    Porris: Google hat spätestens deine Daten, sofern irgendjemand auf der Welt deinen Kontakt mit Googlecontacts synct. Das ist längst passiert. Du versuchst derzeit nen Waldbrand auszupissen 😛

  19. spaceape sagt:

    Dev-Tools beim chrome… naja.
    Ich bin recht zufrieden mit Firebug & plugins – und das rennt auf dem FF einfach besser.

    Timo… deshalb muss google trotzdem kein surfprofil von mir erstellen. Da ich den tollen google-acc nur für das ach-so-tolle g+ nutze, verwende ich keinerlei andere apps von google, und schon gar nicht gmail.

    Wenn man seine Daten gerne einfach jedem in die Hand drücken möchte, bitte. Ich muss das nicht haben.

  20. wusel sagt:

    ööhmmm…trotz eurer datensischerheitsdiskussion….chrome ist echt megaschnell! das fällt mir webdeppen sogar auf!
    ausserdem, mir ist scheissegal ob irgendso ein googlefuzzi weiss, wann und wo ich welche tittenbilder suche….mal so als beispiel. ich hätte da eh nix zu verbergen. und so auffallen wird man in der riesen masse an usern eh nicht. kann sein das ich das falsch sehe…..ich bin eh nur neidisch, das auf meinem blog nicht solch diskussionen zustande kommen.
    😀

  21. Wie schneller ist das denn? Fakten bitte. 😛

    Und keine Ahnung. Klar, ist jeder schon irgendwie transparent und man kann es kaum verhindern, Finde trotzdem, dass die Hemmschwelle, Daten im Internet preiszugeben viel geringer ist. Adresse und Telefonnummern im Internet abzuspeichern ist selbstverständlich. Im Bus winke ich dennoch nicht mit meiner Kreditkarte rum. Aber ich bin ja auch ein Mensch, der bei Kartenzahlung den Kassenbon auch mitnimmt. Denn selbst wenn man den liegenlässt, besteht schon ne Gefahr von Kontoplünderung.
    So, jetzt dürft ihr auch auf mir rumhacken. *schulterzuck*

  22. spaceape sagt:

    Wäre ich jetzt so´n richtiger Werbefuzzi, würde ich sagen: „Frollein Stephie, da bin ich ganz bei Ihnen!“

    *hust*
    *würg*

    Ich habe diesen Satz tatsächlich geschrieben, und ungeachtet der Tatsache, dass es nicht ernst gemeint war, fühle ich mich jetzt irgendwie eklig.

  23. desty sagt:

    keine Sorge,.. du bist es auch 🙂

    Im übrigen find ich die Vergleiche auch nen bisschen sehr überspitzt.. Hier geht es nicht darum, dass man durch die Verwendung von einem alternativen Browsers seine Seele verkauft oder irgendwelchen Leuten seine Kontoführung überlässt -.-

    Als wäre Mozilla der heilige Gral ey ^^

  24. spaceape sagt:

    Also, ich hätte der Stasi und der Gestapo meine Daten auch nicht freiwillig gegeben.
    Information über viele Leute bedeutet, dass man diese Leute irgendwann steuern und super überwachen kann, weil man ihre Gewohnheiten und Vorlieben kennt.

    Das ist ein bisschen so als würden der BND und das BKA die Bildzeitung herausgeben, um Wahlen zu beeinflussen.

    Google ist nicht nett. Apple ist nicht nett. Microsoft ist nicht nett. Das sind alles Konzerne, deren Bestreben mehr Geld, mehr Information und damit mehr Macht ist. Warum sollte man sich vor denen ausziehen?
    Damit Google noch mächtiger wird?
    Will ich das?

    Ich denke nicht.

  25. desty sagt:

    alter^^
    und mozilla ist nett oder was?

  26. spaceape sagt:

    Keines dieser Unternehmen ist nett.
    Ich denke aber, dass es schon Sinn macht, wenns schon nicht anders geht, seine Daten dezentralisiert in der Weltgeschichte zu verbreiten.

    Terroristen hocken ja auch nicht alle auf einem Haufen, damit die US Army sie ganz praktisch auf einmal wegbomben kann.

    Davon ab ist Mozilla eine Non-Profit-Organisation und kein Megakonzern und hatte bislang noch keinerlei Schwierigkeiten bzw. Auffälligkeiten, was den Datenschutz angeht, ganz im Gegensatz zu Apple, Google, Facebook etc.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Mozilla

  27. desty sagt:

    achso, dann kann ja nix passieren 🙂

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