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O2 – Dein Freund und Helfer.

1. November 2012

Nach einem 2-wöchigen Kündigungsmarathon und unzähligen Telefonaten mit ihrem Kundendienst hat es ihr Unternehmen nun scheinbar tatsächlich geschafft, meinen Kündigungswunsch zu realisieren.

Aufgrund einer Rücksprache mit der Osnabrücker Kündigungsstelle, verfasse ich hiermit nun dieses Serviceticket mit folgendem Anliegen:

Bitte senden Sie mir umgehend eine Kündigungsbestätigung inklusive exaktem Datum, zu welchem ich endgültig von ihren Dienstleistungen befreit werde.

Diese Bestätigung sollte mich bitte auf postalischem Wege an meine hinterlegte Adresse erreichen. Zur Sicherheit hinterlasse ich diese hier nun nochmals, damit weitere Missberständnisse und Fehlinterpretationen von vorn herein ausgeschlossen werden:

[…]

Vielen Dank

PS: Lieber Empfänger dieses Servicetickets – mein Greul richtet sich nicht gegen Sie, sondern lediglich gegen die letzten fünf oder acht oder neun oder weißderherrgottwieviele „Kundendienstler“, mit denen ich in jüngster Vergangenheit das Vergnügen hatte. Was ich dort erlebte, gehörte mitunter zu den fürchterlichsten Erfahrungen, die ich während meines bisherigen Aufenthaltes auf dem Planeten Erde durchleben musste. Stellenweise konnte ich nicht mehr differenzieren, ob ich nun mit einem Mobilfunkprovider oder mit einer Abspaltung der Scientology zu tun hatte. Bei meinem vorletzten (oder vorvorletzten oder vorvorvorletzten) Gespräch hatte ich dann schließlich den ernsthaften Verdacht, höchstpersönlich mit Herrn L.Ron Hubbard zu debattieren. Dieses Gespräch versetzte mich in Angst und ich leide noch heute darunter.

Also: Wenn auch nur ein einzelner, schwach glimmender Funken Mitgefühl in Ihnen steckt – helfen Sie mir! Im Grunde sind Sie sogar meine letzte Chance, dieser nervenzerfetzenden Grausamkeit ein Ende zu bereiten – Der letzte Strohhalm, nach dem ich zu greifen vermag. Sie stellen in genau diesem Moment den Mittelpunkt meines Lebens dar. SIE, lieber Empfänger dieses Servicetickets, sind das ALPHA und das OMEGA meines Bestrebens.

Helfen Sie mir. Bitte.

Hochachtungsvoll und in ewig währender Demut,
Timo Vorwald


So, Update: o2 löschte mein Serviceticket. Am gleichen Tag erreichte mich eine SMS aus deren Anstalt, in welcher ich darauf hingewiesen wurde, dass 4 weitere SMS zur Servicebewertung folgen werden. Ich bewerte sämtliche Fragenmit „1“ von maximal „5“ – nun hoffe ich, das dort jemand weint. Mir egal wer. Hauptsache jemand weint.

Passiert ist bis einschließlich dem Moment des Postupdates nichts.


Nächstes Update: O2 per Facebook meine Unzufriedenheit mitgeteilt.


Update 3: Ein Kundenbetreuer spricht mit mir.

Guten Tag Herr Vorwald,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Schade, dass Sie Ihren Vertrag nicht mehr nutzen möchten.

Wir werden diesen zum 19. September 2013 beenden.

Anfallende Mobilfunkkosten, wie z. B. Ihre geführten Verbindungen und die anteilige Grundgebühr, werden bis zu diesem Datum in Rechnung gestellt. Sie werden deshalb nach dem Vertragsende noch Rechnungen erhalten. Den Verbindungszeitraum sehen Sie auf der ersten Seite Ihrer Rechnung.

Hier noch ein wichtiger Hinweis: Bestandsdaten werden 1 Jahr nach Ablauf des Kalenderjahres – nach dem der Vertrag beendet wurde – gelöscht. Informationen zum Thema Datenschutz finden Sie auch online unter www.o2online.de/goto/datenschutz.

PS.: Herr Vorwald, ich möchte natürlich nicht dass Sie auf den Mars Reisen müssen um die Bestätigung der Kündigung zu bekommen und auch halte ich Ihnen gern den Strohhalm, an dem Sie sich klammern, fest. Bei der Beantwortung waren Sie natürlich die Mitte meines Arbeitslebens (
Ich muss allerdings sagen dass ich mich köstlich amüsiert habe über Ihren letzten Abschied auch wenn es eher zu bedauern ist was Ihnen dort widerfahren ist. Für das Verhalten und den Aussagen der Kollegen möchte ich mich dennoch bei Ihnen aufs höfflichste Entschuldigen.

Freundliche Grüße aus Nürnberg
Ihr o2 Kundebetreuer
Captain Nichtsnutz

Diese Mail erreichte mich vor rund einer Stunde. Nun ist der aktuelle Stand also wieder der 13.September 2013. Sind die da eigentlich alle besoffen? Ich rief erneut bei O2 an und schrie die Tante am anderen Ende der Leitung in Grund und Boden. Die arme Frau möchte sich nun der Sachlage annehmen und wird sich morgen telefonisch bei mir melden. Ich glaube da ehrlich gesagt nichts von, aber lasse mich dennoch mal überraschen.


Update 4: Frust auf Twitter.
Die Tante hat sich natürlich nicht bei mir gemeldet. Wieso auch?
Gegen Mittag verfasse ich gefrustet einen Tweet, welcher besagt, dass ich gefrustet bin. @o2de pack als Mention mit dazu.
Eigentlich erhoffe ich mir gar nichts davon. Wieso auch?

Irgendwie entwickelt sich aus dem Ganzen dann doch ein kurzer Dialog, der sich hier nachlesen lässt. Nun, ich weiß nicht wie ich es sagen soll, deshalb überlasse ich die Worte dem guten Onkel Mel:

Saustark! O2 sollte sich eventuell mal Gedanken darüber machen, sämtliche Kundenbetreuer in die Hölle zu schicken und dem Twittersupport die Führungsprivilegien zu überlassen. Mein Thread auf Facebook ist übrigens seitens des Unternehmens noch immer nicht beantwortet worden. Es haben sich lediglich 10 grenzbescheuerte Facebookuser dazu geäussert und mir sinnentleerte Fragen gestellt. Ich mag Facebook nicht.

Mittlerweile steht der Kündigungstermin sogar in meinem o2online-Konto. Meine Fresse, wat schön.

Mein Fazit ist dennoch: Finger weg von dieser Saubude! Einmal und nie wieder.

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Man muss nicht weit weg, um fantastische Orte zu erleben.…

Anfang.

Und da haben wir auch schon den Salat. Eben noch…

Ende.

Tschüss 2017. Auf nimmer Wiedersehen. Au revoir und Goodbye. Du…

16 Discussion to this post

  1. Philipp sagt:

    Was kann beim Kündigen schon groß schief laufen? Die anderen Vereine sind aber auch nicht besser – glaube mir!

  2. desty sagt:

    Anstelle einer Kündigung bekam ich einen Vertrag ohne Laufzeit, an den ich 24 Monate gebunden bin. Dieser Vertrag beinhaltet 50MB Internetvolumen und eine saftige Grundgebühr und macht nur bedingt Spaß.

  3. Philipp sagt:

    Naja, die Mail von Captain Nichtsnutz war immerhin nett. Er hat wahrscheinlich nur das Datum im Computer abgelesen. Am besten ist ne Prepaidkarte – ich sags immer wieder – nur halt mit Internet und Smartphone ist das halt nüscht.

    • desty sagt:

      richtig. Ich kümmer mich im Normalfall aber nicht um Handyrotze. Dementsprechend hatte ich auch irgend einen uralten Steinzeitvertrag, bei dem sowieso alles für’n Arsch gewesen ist.

      Ich möchte ja auf Prepaid wechseln. Geht aber nicht, weil die Psychopathen mich nicht lassen. Herrgottnocheinshabichnenhass.

  4. wusel sagt:

    oh weija, womit der der unterschrieben? Captain Nichtsnutz?

  5. chrisli sagt:

    Haben die dir wenigstens 100MB Traffic angeboten?

  6. Buddy sagt:

    LOL was ging denn DA ab?!
    Ich dachte meine Kündigung bei 1:1 wäre problematisch abgelaufen..

    und die Wartezeiten haben die scheinbar auch nicht im Griff.
    Danke für diese detaillierte Warnung. Habe tatsächlich überlegt dort hin zu wechseln.

  7. Mivoc sagt:

    Meine Kündigung bei O2 lief fast unproblematisch.

    Brief hingeschrieben das ich kündige. Dann jeden Anruf, SMS und Email von O2 ignoriert (Dauer 3 Monate, fast jeden Tag). Dann bekam ich die Kündigungsbestätigung einfach so zugeschickt 😉

  8. max vau sagt:

    wer billig kauft, kauft… den verkauf seiner seele gleich mit.

  9. M.Baumgartner sagt:

    Habe ähnliche Erfahrungen mit E-Plus hinter mir. Es endete beim Anwalt, nachdem die es 7 Monate zuvor nicht hinbekommen haben, Geld von meinem Konto abbuchen zu wollen.

    Congster ist eine gute Alternative. Der Schuppen ist ein Traum.

  10. harz-harry sagt:

    Hallo Gestreßter Verbraucher ! Möchte als Ü 60 – allen die das lesen – die „Lebenserfahrung“
    geben: besser ist es immer ( wie es Anwälte praktizieren ) einfach per Brief zu schreiben
    oder zu kündigen etc u n d natürlich ( ! ! ! ) direkt an die Geschäftsführung zu richten
    und per Einschreiben mit Rückschein abzusenden,
    statt nervenaufreibende Telefonate mit ( überwiegend umgeschulten ) CalCenter –
    Quaksalbern zu vertrödeln. Das kostet zwar – leider inzwischen etwas teure Post- RL-Geb –
    spart aber ungemein Zeit, Nerven und letztlich Gesundheit !
    Danach kann man sein Schreiben ( mit der RL – Bestätigung ) einem Anwalt seines
    Vertrauens geben, wenn es zu weiteren „Unstimmigkeiten“ kommt:
    der erledigt dann weiteren Schriftverkehr und man erfährt beiläufig – bereits bei
    Auftragserteilung – ob man mit dem ausgesprochenen (z.Bsp) Kündigungstermin
    „richtig liegt“ und sich nicht unnötig verrannt hat !
    Dies gilt für s ä m t l i c h e Dienstleistungs- Anbieter / – Verträge !!!!!!

  11. Thomas sagt:

    Ich hab leider den Fehler gemacht, bei O2 etwas zu bestellen. Trotz völlig korrektem Widerruf und Korrespondenz wurde mir Monate später abgebucht, dann wurden Fehler eingestanden, monatelang weiter abgebucht… dieser Laden ist das reinste Chaos. Da kann man viel mit denen telefonieren, die sind trotzdem hartnäckig und halten sich nicht an das was sie sagen – ich vermute, weil es dort chaotisch zugeht. Ich dachte, dass billig nicht heißen muss, dass man Probleme bekommt, Pustekuchen, der Laden ist grauenhaft. Aber ich habe daraus gelernt, bei so einer Klitsche bestell ich garantiert nichts mehr.

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