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Nicht gestorben, lediglich beschäftigt.

1. August 2012

Ich kann es mir beim besten Willen nicht erklären, aber es gibt tatsächlich Personen, die diesen Kram hier verfolgen. Dann gibt es es noch die Menschen, die mich bei längeren Posting-Pausen anfangen zu kontaktieren und mich bitten, diesen Zustand zu ändern. Da ich tunlichst versuche, zwischenmenschliche Konversationen zu unterdrücken, sehe ich mich nun in der ungünstigen Situation mein lethargisches Dasein für kurze Zeit zu beurlauben und ein wenig Hirnschmalz für das Verfassen dieses Blogeintrags zu verplempern. 

Wie der geneigte Leser eventuell festzustellen vermag, bin ich nicht verstorben oder geistig dehydriert. Mein allgemeiner körperlicher Zustand treibt nach wie vor auf dem Fluss der Durchschnittlichkeit und neigt mitunter sogar zu Höchstleistungen, wie das Verlassen der eigenen vier Wände.

Der letzte Blogeintrag liegt nun mehrere Monate zurück und in der Zwischenzeit ist viel passiert. Über einige Dinge wollte ich sogar einige Zeilen verlieren, jedoch blieb es stets bei unfertigen, viel zu langen, oder einfach dümmlichen Texten, die nun in der Entwurfspipeline meines WordPress Backends vermodern. Ich versuchte am heutigen Tage, wenigstens einen der Festivalberichtbruchstücke zu einem sinnvollen Text zu verwursten, allerdings fruchtete dieses Vorhaben nur bedingt. Deshalb folgt nun eine Kurzfassungen von tollen Dingen, die ich/wir so erlebten:

  • Heide Park

Ich bin im Besitz einer Heidepark-Jahreskarte und deshalb ein coolerer Mensch als Ihr. Eine Heidepark-Jahreskarte bedeutet viel Spaß, denn Achterbahnen sind besser als Computer. Ihr habt Computer – Ich eine Jahreskarte für den Heidepark und einen Computer und eine Freundin, die auch eine Jahreskarte besitzt. Sie ist somit auch wesentlich cooler als Ihr. Klar soweit? Okay.

  • Desert Fest

Vom 6. – 8. April waren wir in Berlin auf dem Desertfest. Dort haben wir bei Gunnar und der Julia gewohnt. Das war toll. Wir haben viel gegessen, gefaulenzt und wahnsinnig gute Musik gehört. Colour Haze waren zum Beispiel dort, sowie monkey3, die grandiosen Truckfighters, UFOMammut und Brain Police. Der Boden bebte ganze drei Tage zu den tiefsten und derbsten Frequenzen, die ein Mensch überhaupt produzieren kann. Wir hatten jede Menge Spaß und konnten unserer Begeisterung freien Lauf lassen, da es zeitgleich überall nach uns völlig unbekannten Kräutern duftete – und Schweiß. Zu der Zeit habt ihr höchstwahrscheinlich am Computer gesessen und auch total viel Spaß gehabt.

  • With Full Force

Vom 29.6. – 1.7. befanden wir uns durchgängig auf dem Flugplatz Roitzschjora im Osten Deutschlands und erlebten neben viel guter Musik das wohl bösartigste Unwetter seit Bestehen der Festivalzeitrechnung. Ein ohrenbetäubender Blitz schlug in den Nachbarszeltplatz ein und warf 50 Leute ohnmächtig zu Boden, von denen letztlich drei Personen reanimiert werden mussten. Zur selben Zeit standen wir mit vier Leuten im Hagelsturmregen und versuchten mit aller Kraft, unseren Pavillon vorm Abheben zu bewahren und zeitgleich herumfliegenden Dingen auszuweichen.

Die musikalische Untermalung war natürlich auch nicht vin schlechten Eltern:

Pennywise haben mich zwar maßlos enttäuscht, dafür habe ich zum ersten mal Meshuggah live gesehen und der Auftritt gehörte klar zu den Top-Dingern die ich so mitgemacht hab. Cannibal Corpse waren ebenfalls ein kleines Highlight des Festivals. Ich ertappte mich dabei, wie ich rund 45 Minuten mit offenem Mund da stand und vergeblich versuchte, das völlig übermenschliche Organ von Corpsegrinder Fisher irgendwie rational einzuordnen. Meine Fresse, der Mann hat so laut geschrien, dass die 15m hohen Lautsprechertürme der gesamten Bühne übersteuerten.

Der krönende Abschluß war dann schließlich Soulfly von denen ich eigentlich nicht viel erwartet hatte. Was uns dort allerdings präsentiert wurde, war einfach grandios – 60 Minuten pure Zerstörung beschreibt es wohl am Besten. Zum Ende hin drückte Max seinem halbwüchsigen Sohn das Mikro in die Hand und das gesamte Gelände rastete komplett aus, da der kleine Dötz plötzlich alles in Grund und Boden brüllte. Einem unserer Mitstreiter hat es dann letzten Endes zum Abschluß des Soulfly-Auftritts noch ins Notfallzelt befördert. Herzlichen Glückwunsch, Tim. Fast hätten wir doch tatsächlich ein Force ohne ärztlichen Beistand erlebt – Das wäre gar nicht gegangen! Nächstes Jahr ist die Stephie dann an der Reihe, ich bin mir ganz sicher.

Paintball

Boris hatte Geburtstag und wir überraschten Ihn mit einem spontanen Paintball-Turnier. Es war mein erstes Paintball-Turnier und bestimmt nicht mein letztes. Nächstes mal werde ich aber wohl einen Genitalschutz mitnehmen bzw. NICHT mehr gegen Frauen spielen, die einfach nicht verstehen können, WIE weh sowas tun kann. Als Strafe gab es dann aber einige Salven von mir direkt in die Felge.

Nach der mehrstündigen Adrenalinüberdosis fühlte ich mich wie ein 80 jähriger Kriegsveteran, der so ziemlich gar nichts mehr auf die Reihe bekommt. Es war mir mehrere Tage nicht mehr möglich, halbwegs elegant eine Treppe hinabzugehen, geschweige denn mich smooth in ein Auto zu setzen. Mein Körper war komplett ruiniert und es ging einfach überhaupt nix mehr.

Serengeti Open Air

Zum Abschluß der Festivalsaisong folgte dann wie jedes Jahr das Serengeti Open Air, welches dieses Jahr mit einem nicht ganz so coolen Lineup auftrumpfte. Allerdings konnte ich endlich wieder mal etwas Zeit mit einem alten Studiumkumpel verbringen und endlich mal Deichkind live erleben. Leider verpassten wir aufgrund von Gründen einige Bands, die uns interessierten. Dafür sahen wir Gentleman, Against Me und viel komisches Zeug, dessen Namen mir gerade nicht mehr einfällt.

Trotz hinkendem Lineup und nächtlichen Arktistemperaturen hat es dennoch Spaß gemacht und ich bin froh, dabei gewesen zu sein. Über die beschissenen Dreistigkeiten der Serengeti-Festival-Betreiber (wiederkehrende Parkplatzgebühr bzw. Festivalbändchen, die GELD kosten) möchte ich mich hier nun nicht weiter auslassen. Das nervt mich jedes Jahr auf’s Neue und man muss es wohl oder übel letztlich akzeptieren.

Das Wichtigste ist aber sowieso, dass ich überhaupt eine Freundin habe, die genauso viel Spaß an sowas findet und einfach jeglichen Rotz mit breitem Grinsen im Gesicht mitmacht.

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8 Discussion to this post

  1. Mogli sagt:

    haha, ich saß tatsächlich durchgehend vorm Computer. Macht aber nix, weil Diablo 3 rausgekommen ist ^^

  2. jangstaar sagt:

    Ab Paintball musste ich so lachen dass mir die Tränen kamen!
    Du solltest mal über Rasierklingen bloggen sonst mach ich das noch!

  3. !HOLGOOOOOOORE! sagt:

    Fettes Danke für diese Botschaften aus dem Jenseits Herr TIMMEYYYYY 😀

  4. […] Das ist der Linktext […]

  5. Philipp sagt:

    hübsches stylesheet!

    Ich habe mich wie immer köstlich amüsiert! Heide Park Jahreskarte hört sich ultra fetto an, mich kann man damit nicht hinter Ofen vorholen, zu leichter Magen aber bei dir kann ich mir das richtig gut vorstellen 😀

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