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Musik, die ich knorke finde!

27. Juni 2011

Nachdem ich mich vor einiger Zeit über schlechte Musik ausgekotzt habe, folgt hier nun, wie bereits angedroht, ein Überblick über meine ausgewählte alltime-epic Musiktondatenträger-Sammlung. Es sind natürlich längst nicht alle glanzbehafteten superduper Monsterscheiben in diesem Thread enthalten. Das liegt daran, dass mir ständig ein grossartiges Album irgendeiner Band in den Sinn kommt und ich es kurze Zeit wieder vergesse. 

Oder aber mir kommt ein supertolles Album in den Sinn, ich schreib mir das irgendwo hin und vergesse wo ich es notiert hatte bzw das ich es überhaupt notiert habe.

Wie dem auch sei.. so’n paar Scheiben konnte ich mir merken:

Fear Factory – Demanufacture

Irgendwie war Sommer – So gegen 1997. Und der Sommer war verflucht heiss.

Selbstverständlich haben wir die Zeit sinnvoll genutzt und eine 4 monatige Lanparty in der Garage meines Kumpels zu starten. Denn die Garage konnte man wunderbar abschotten und wenn man Abends selbige wieder verließ, ist es draussen nicht mehr so warm gewesen. Das war toll. Auch wenns jetzt wieder Leute gibt, die die Augen verdrehen – Das war mit schier unmessbarem Abstand die coolste Zeit meiner Jugend. Und es ging nicht nur mir so.

Zeit war völlig irrelevant, wir haben uns um absolut garnichts gekümmert. Wenn wir irgendwo Bock drauf hatten, haben wir es einfach getan – wann und wie lange wir wollten.

Und es war auch vollkommen wumpe, ob wir uns in der Zeit körperlich zerstörten oder nicht. Das war eine extrem destruktive Lebensweise aber es hat uns nicht gekümmert. Und da wir uns ohnehin pausenlos gegenseitig verletzten und Dinge kaputtgemacht haben, fanden wir nachmittags (weil warm und so) auch Sachen wie Carmageddon geil. Denn da gings auch darum, Dinge kaputtzumachen. Was aber noch wesentlich geiler war als das Spiel ansich, und da waren wir uns einig, war der Soundtrack. Selbst bis heute habe ich niemals wieder einen vergleichsweise coolen Soundtrack in einem Spiel/Film/whatever wiedergefunden.

Die haben nämlich allen Ernstes die komplette Demanufacture auf die CD gepresst und gedacht es wäre massenkompatibel. In wiefern der Soundtrack nun zum Erfolg oder Misserfolgs von Carmageddon beigetragen hat, weiss ich nicht.. und es ist mir auch egal. Wir haben es geliebt… wegen der Musik und des Kaputtmachens, denn das passte so grandios zusammen.

Nachdem wir dann letztlich das Originalalbum in den Händen hielten, war auch Carmageddon nicht mehr so wichtig. Fear Factory war einfach unglaublich „neu“, technisch, fies und vor allem schnell. Leider kam nach der Demanufacture nichts Vergleichbares mehr von Dino & Burton. Die Scheibe war einfach vollkommen perfekt und vereinte Brachialität und monströs eingängige Melodien wie nichts anderes zuvor (und danach). Jede Metalcoreband mit ihren pseudomelodien stinkt heute noch dagegen ab.

Anspieltipps: Self Bias Resistor | H-K (Hunter Killer)

Sepultura – Beneath the Remains

Ich hatte erst ziemlich spät Zugang zu dem Album… weiss der Geier warum. Ich war jahrelang übelster Sepultura Fan, habe die Chaos A.D. totgehört und die Arise ist schon fast in meinem Player geschmolzen. Ich besaß die Morbid Visions und ich liebte die Shizophrenia.

Später besaß ich dann auch die Roots und hab die Scheibe ebenso gesuchtet. Und dann saß ich irgendwann mal in der Schule und redete mit einem Freund über Sepultura. Dieser Jemand erzählte mir daraufhin, dass er die „Beneath the Remains“ ja am tollsten finden würde.

  • Da hab ich mich dann erstmal angeguggt.
  • Dann hab ich ihn angeguggt
  • Dann hab ich meinen wtf-Blick aufgesetzt und gefragt was das sein soll.
  • Dann hat er mich ausgelacht.
  • Dann hab ich ihm gesagt, er solle aufhören zu lachen, weil mir das wehtun würde. Desweiteren sollte er mir die CD ausleihen.
  • Hat er gemacht.

Als ich dann zuhause angekommen bin und direkt zum CD Player rannte, musste ich echt an meiner Existenz zweifeln. Denn die Beneath the Remains war mit Abstand das geilste Sepultura Release welches bis dato erschienen ist (und es sollte auch so bleiben, denn heute kommt ja nur noch Schmodder von denen). Ich habe den Nachmittag mit nichts anderem verbracht als mit nem Kopfhörer in der Ecke zu sitzen. Und am nächsten Morgen habe ich mich direkt wieder darauf gefreut, nach der Schule Sepultura zu hören.

Ein paar Tage später bin ich dann zum Kumpel gerannt und wollte ihm von dem Album erzählen. Er hat mich daraufhin nur angeschaut und gesagt „Hä? Die kenn ich schon ewig und das is das geilste Sepultura Release überhaupt“.

Anschliessend habe ich ihn ermordet, seinen toten Körper in kleine Stücke geschnitten, den menschlichen Brei in eine Badewanne geschüttet und in Phosphorsäure aufgelöst.

Da hab ich „oh“ gesagt.

Anspieltipps: Beneath the Remains | Inner Self

Machine Head – Burn my Eyes

Okay, jetzt wirds kompliziert. Was schreibe ich über ein Album, auf dem so ziemlich alles stimmt? Ein Album, dass bis heute nicht langweilig geworden ist,.. wo man sich immer noch freut wie Oscar, wenn man irgendwo einen Song davon hört.

Ich find‘ das Cover geil, ich find die Produktion geil, ich find die Lyrics geil, die Gitarren, Drums, die Energie, die Musikvideos. Aaaaach was weiss ich.

Also falls ihr nicht im Besitz der Burn my Eyes seid,… ÄNDERT DAS!

Ich hatte bis damals noch nie erlebt, dass eine CD so dermaßen eingeschlagen ist. Jeder kannte und liebte Machine Head. Egal in welchem Schuppen man sich aufgehalten hat.. überall wurde das Zeug bis zum Exzess runtergebrettert. Leider is die Kapelle heute nicht mehr ganz so grandios und alles nach der „The More Things Change“ war leider nur noch Blendwerk für mich (leider Gottes).

Auf dem Wacken 2009 habe ich Machine Head dann schliesslich zum ersten mal Live gesehen und es gehörte ganz eindeutig zu den absoluten Highlights der bisherigen Bands. Das mag aber wohl auch recht stark an der W:O:A-Atmosphäre gelegen haben (jedenfalls war Machine Head auf dem Full Force ne ganze Ecke ungeiler).

Anspieltipps: Davidian | A Thousand Lies

Biohazard – Urban Discipline

Würde eine Band zum heutigen Zeitpunkt versuchen, mit dieser Art von Musik aufzutrumpfen, dann geht das höchstwarscheinlich komplett in die Hose. Doch als damals nen Kumpel von mir (Hallo Tim!) die Urban Discipline aus dem CD Ständer seines Bruders anschleppte, floss uns beiden der Speichel in langen Strömen aus den Mundwinkeln. Was war’n das? Wir hatten zuvor die Davidian bis zum erbrechen gehört und suchten händeringend nach einer Alternative. Und genau diese Alternative fanden wir in der Urban Discipline.

…irgendwie verbinde ich Machine Head und Biohazard auch heute noch ganz eng miteinander…

Biohazard waren quasi immer die Machine Head mit 2 Sängern, die auch etwas andere Musik machen. Irgendwie mehr mit Hardcore und abgefuckter/finsterer. Oder Aggressiver? Ich weiss es nicht. Auf jedenfall war ich nicht scharf darauf, den grimmigen Sänger irgendwo in einem Hinterhof über den Weg zu laufen. Als ich dann das Booklet äh..studierte, hatte ich noch weniger Lust dazu, denn dann wusste ich wie der Evan Seinfeld tatsächlich ausschaut.

Auf späteren Konzerten fand ich ihn dann auch immer recht „symphatisch“ und garnicht bronxmäßig (nein, das ist gelogen). Die Musik war aber echt von einem anderen Stern. Punishment ist auch heute noch unerreicht. Keine verdammte Hardcoreband schafft es auch nur ansatzweise mit irgendwelchen Aktionen die Coolness und die Intensität der Urban Discipline zu übertreffen. Das geht auch garnicht. Selbst Biohazard selbst konnten die Messlatte, die sie sich selbst gesetzt haben, nie wieder toppen.

Das Album is einfach moaaaaahhhrr und wirds auch für alle Ewigkeit bleiben. Und 2009 durfte ich die auch eeeendlich wieder live auf dem WFF erleben, denn Evan hatte scheinbar keine Lust mehr auf sein Pornofilmregisseurdasein. Das Gute dabei war, dass Biohazard trotz gehobenen Alters noch immer alles in Grund und Boden brettern. Darum hab ich auch bewusst die Liveaufnahme von Shades Of Grey da unten verlinkt.

Anspieltipps: Punishment | Shades Of Grey

Coal Chamber: Coal Chamber

Ich glaube es war ebenfalls im Sommer 1997, als mir irgend jemand diese CD zusteckte und grinsend sagte „hör dir das ma an“. Auf dem Cover befand sich son blasser, strange grinsender Typ in einem Süssigkeitenwagen. Ich nehm die CD skeptisch entgegen und war der Annahme, dass es sowieso Müll sei. Irgendwie rechnete ich mit ner Mischung aus Limp Bizkit Hiphop Schrott und Garagenpunk. Halt irgendwas musikalisch Minderwertiges. Als ich dann meinen Discman (ja, discman… das sind MP3 Player in alt) angeworfen habe, hab ich geguggt wie’n Auto. Was war das fürn krankes Zeug? Und warum kann sowas Billiges so geil klingen? Die Lyrics sind genauso wirr wie die Musik und jeder Song beschränkt sich auf maximal 5 Powerchords, die in einer Endlosschleife wiederholt werden.

Ich weiss bis heute nicht, was mir so an Coal Chamber gefällt. Warscheinlich ist es einfach nur die völlig beschränkte Atmosphäre, die diese Musik (Dez sei Dank) vermittelt, oder es ist einfach die unendlich fette Wand aus Zerstörung, die direkt danach wieder eingerissen wird. Die Nachfolgealben waren allerdings weniger sexy. Zwar keinesfalls schlecht,… aber die Power musste ganz schön einstecken. Irgendwann haben sie sich dann leider auch aufgelöst und Devil Driver entstand. Devil Driver ist natürlich auch ganz hübsch, aber absolut nicht zu vergleichen mit dem stupiden, enorm geilen Coal Chamber. Besonders live waren die Jungs einfach nur der Weltuntergang (sieht Anspieltipps unten)

Coal Chamber wird auch regelmäßig nach 3 wöchigem Hören strunzdumm und man braucht wieder ’ne Pause von ca. 4 Monaten. Dann gehts aber wieder los und man fährt erneut voll drauf ab. Jedenfalls ist es bei mir so. Insgesamt gesehen, haben meiner Coal Chamber meiner Meinung nach aber Limp Bizkit und den ganzen restlichen, damals angesagten „Nu“-Senf gnadenlos eingestampft. Zudem gab es nichts vergleichbares, was auf der Strange-Skala auch nur ansatzweise an Coal Chamber herangekommen ist. Cheers.

Anspieltipps: Loco | Oddity

Pantera: Vulgar Display Of Power

Alles klar, die nächste Band auf meiner Liste ist Pantera. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass die Gesamtheit aller Bands auf diesem Planeten härtetechnisch ein Witz sind, sofern man irgendetwas von Pantera zum Vergleich ansetzt.

Ich habe auch ehrlich gesagt keinen Plan, welches Album ich hier erwähnen sollte. Aufgrund des Covers der Vulgar Display Of Power dachte ich mir allerdings, dass es irgendwie stellvertretend für jedes Release (ausgenommen „Reinventing…“ und den alten Glamrockramsch da) passt. Eigentlich beschreibt das Cover sogar bildlich, was die Band so vermittelt. So fühlte ich mich auch, als ich beim Kumpel das Erste mal die CD im rotierenden Zustand erlebte.

Klar, wir alle sind mit Metallica gross geworden. Die waren ja auch ziemlich cool und so. Aber als dann plötzlich „Mouth For War“ aus den Lautsprechern geflossen ist, bin ich echt vom Glauben abgefallen. Sowas rotziges, straightes und verdammt geiles hatte ich noch nie zuvor gehört. Sicher, gemessen an heutigen Verhältnissen ist die Energie dann nicht mehr ganz so gross,.. man muss sich aber bewusst sein, zu welcher Zeit das Album erschienen ist… und das war im Jahr 1992, goddamn.

Im Jahre 1992 lief an jeder Ecke Zeug wie Mr.Big, Nirvana, Snap & Genesis. Dementsprechend kam das Album auch anfänglich weniger gut bei den Menschen an. Wer Pantera hörte, war stets der Aussenseiter, der dustruktive Horst. Heute gehört die Band hingegen zu den Wichtigsten einer gesamten musikalischen Generation und schrieb Geschichte. Dimebag Darrell wird als einer der fähigsten und besten Gitarristen gehandelt und Phil Anselmo ist Frontman von mehr Bands, als andere Alben besitzen.

Anspieltipps:  This LoveStrength Beyond Strength | Suicide Note pt.2

Tool: Lateralus

Kommen wir zum wohl musikalisch reichhaltigsten Ding in dieser Auflistung..
Als Toolfan der ersten Stunde, der sogar die Opiate kennt und damals in den Himmel lobte, muss ich hier einfach mal folgendes festhalten: WHOOAAAHHHRRR! TOOOOL! AAAAH! GEILO! Ja, so in etwa lautet das gesamte Fazit für alles was die Leutchen da zusammenbasteln. Tool ist für mich der Inbegriff von absoluter Perfektion und manifestierter Awesomness.

Wer auch nur eine schlechte Silbe über diese Band verliert, besitzt entweder keinerlei Musikgeschmack, ist geistig vollends zurückgeblieben oder schlicht und ergreifend jemand, der auch sonst keine Musik hört (solls ja auch geben). Zugegeben, der Zugang zu  Tool wurde von Release zu Release komplizierter, wenn man aber einmal drin ist, dürfte es normalerweise nix anderes mehr geben. Oder anders gesagt: Alles muss sich irgendwie an Tool messen… und das geht einfach nicht, da sich die Messlatte irgendwo in einer völlig anderen Galaxie befindet.

Auch wenn ich nichtmal im Ansatz abschätzen kann, wieviele Stunden/Tage/Wochen/Hackepeter schon Tool-Scheiben in meinem Player drehten,… die Musik ist nie nie nie nie langweilig geworden und beeindruckt mich mindestens noch so stark wie beim ersten Anhören.

Tool ist Musik, in der man sich komplett verliert,… ein total verworrener Mischmasch aus Pink Floyd, Meshuggah und weissderteufelwas. Die Band schafft es wie keine andere eine eigene Welt aufzubauen, aus der man nicht mehr herauskommt (und auch nicht herauskommen will). Auch wenn ich mich hier auf die Lateralus beziehe, sind die anderen Releases keinesfalls schlechter… aber die Lateralus ist einfach DAS Vorzeigewerk, welches sage und schreibe 5 Jahre „Entwicklungszeit“ verschlungen hat. Davon hat sich aber jede Minute voll und ganz bezahlt gemacht.

Wer im übrigen die Lyrics vernünftig interpretieren möchte, sollte zuvor Theologie, Astronomie & Psychologie studiert haben. Desweiteren müsste sich die Person in einem stetigen, durch Rauschmittel verursachten, vernebelten Zustand befinden, eine Hexe als Mutter haben und zusätzlich Chemiker von Beruf sein. Förderlich wäre es noch, wenn der Vater ein Alien ist.

Das in etwa beschreibt das „Mysterium“ um diese Band. Niemand weiß so recht was Sache ist, und jeder versucht sich an möglichen Interpretationen der Songs. Dazu kommt, dass sich einige Songs miteinander kombinieren lassen und somit die „Aussage“ dieser Stücke erneut verfälscht wird. Das klingt alles völlig wirr.. und das ist es auch. Das alles geht soweit, dass sich im Netz bereits dutzende Foren gebildet haben, die das Thema Tool als Diskussionsgrundlage besitzen und die User gemeinsam nach diversen Erklärungen suchen.

Die ganze Sache mit dem „Verstehen“ erledigt sich dann allerdings komplett, wenn man sich die Videos anschaut. Dann wars das nämlich endgültig 🙂

Insgesamt ist Tool eine Band, die garkeine Band ist. Tool ist für mich eine Lebensart. Und das gilt auch für viele viele andere Menschen,.. auch wenn es seltsam erscheint, denn:

  • Tool entziehen sich gänzlich und konsequent jeglichen Trends in der Musikbranche.
  • Sie geben kaum Interviews, nur rund ein Dutzend Magazinen weltweit können sich glücklich schätzen Tool interviewen zu dürfen.
  • Die Band meidet öffentliche Auftritte, sie verweigern TV Shows, sie geben keine Autogramme.
  • Ihre Songs haben nichts mit den gängigen kommerziellen Kriterien wie Radioformate, Refrains und Rhythmen am Hut.

Alles Strategien die in unserer Zeit eigentlich nur zum Scheitern des Projekts führen müssten.
Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

Egal… genug gesabbelt jetzt. An Tool kommt garnix ran. Viele haben es versucht und viele sind gescheitert. Einzig zu erwähnen wäre hier vielleicht Amplifier, mancher Kyuss Song und einiges von Monkey3. Dredg fand ich auch mal ne zeitlang relativ toolig,… aber mittlerweile nerven die mich eigentlich nur noch.

Anspieltipps: Parabola | Sober

Crowbar: Odd Fellows Rest

Der Kauf der Odd Fellows Rest war ein purer Glückstreffer. Ich stand im Osnabrücker Media Markt (btw. die beste Musikabteilung überhaupt) und hatte überhaupt nicht geplant mir irgendeine CD zu kaufen. Auch hatte ich zuvor noch nie etwas von einer Band namens Crowbar gehört. Ich wühlte also im Angebot rum und plötzlich stach mir das Cover der Odd Fellows ins Auge. Mir war nicht klar, ob das Cover jetzt geil aussieht oder nicht. Ich weiss es selbst heute nicht. Aber der Name, den fand ich gut.

Wie dem auch sei. Ich hab die Scheibe mitgenommen und bin ohne Erwartungen zur Anhörstation geschlürt. Natürlich erwischte ich den defekten Kopfhörer und konnte mir die CD in grandiosem Monosound anhören. Dazu muss ich erwähnen, dass ich IMMER am kaputten Kopfhörer gewesen bin. Auf jedenfall war dass, was mir da einseitig ins Ohr geschleudert wurde die absolut zähflüssigste, klobigste Masse die ich bis dato auf akustischer Ebene gemampft hatte. Der Sound hat einfach nur gedrückt und geschoben.

Kurze Zeit später drehten sich meine Augen rückwärts in den Schädel und ich musste schleunigst zur Kasse, um mir diesen privaten Weltuntergang käuflich zu erwerben. Auf dem Rückweg vom Media Markt musste die Scheibe natürlich sofort im Auto ihre Daseinsberechtigung zelebrieren. Man beachte: Ich hörte die CD zu diesem Zeitpunkt das erste mal in Stereo. Dazu hatte ich natürlich noch nen Sub im Auto, der den gesamten Kofferraum ausfüllte.

Naja, um es kurz zu fassen. der ursprüngliche „Drück und Schiebsound“ verwandelte sich in eine 10 Meter lange Brechstange, die dir mit voller Wucht zwischen die Augen gezimmert wird. Sowas derbes ist mir bis dahin noch nicht unter gekommen. Dabei grooved der ganze Kram so uuuuunendlich cool vor sich her, dass ich mich fragte warum ich zuvor nichts von der Kapelle gehört hatte. Hammer – auf dem Album ist nicht ein schlechter Song und ein hammermonströses Riff folgt dem nächsten. Im übrigen sind auch ausnahmslos alle anderen Crowbaralben total sahnig und wundervoll!

Anspieltipps: New Man Born | Planets Collide

Sonst noch erwähnenswert:

Danke, Tschüss.

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Discussion about this post

  1. jeez sagt:

    great great holy great taste in music! I dont understand everything exactly but who cares. pantera/crowbar is the ultimate power

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