Nachdem das Jahr 2010 ziemlich mies zu ende gegangen ist, das neue Jahr mittelmäßig anfing und sich zudem gerade wieder richtig schlecht entwickelt, liege ich des öfteren halbwach im Bett und versuche irgendwie einzuschlafen. Meist klappt das nicht so wie gewollt und ich verbringe die Zeit damit, den ganzen verdammten Krieg im Kopf durch Nachdenken loszuwerden. Sofern ich dann den ganzen Mist „zuendegedacht“ habe, grübel ich meist über die zukünftigen Dinge nach und lenke mich dadurch ab. Dinge, die mich selbst betreffen, Dinge die mich eventuell glücklich machen oder einfach nur Dinge, die in irgendeiner Weise cool sind bzw. gemacht werden müssen. Auch jetzt ist wieder so ein Moment: Es ist kurz nach 3 Uhr nachts und ich bin knallwach.. Ich weiss genau, wenn ich mich jetzt wieder hinlege bringt es genau gar nichts. Ich werde mich von einer Seite auf die andere kugeln und mich darüber aufregen, dass ich mich nicht aufs Einschlafen konzentrieren kann. Sobald dann der erste Lichtstrahl vom neuen Tag durch mein beschissenes, halbkaputtes Metall-Lamellenjalousiedings fällt (nein, es lässt sich nicht lichtdicht schliessen), wars das dann eh‘ und ich wäre am nächsten Tag kaputter, als wenn ich durchgemacht hätte.

Stattdessen hocke ich nun hier rum, werkel am CMS und schreibe diesen Blogeintrag. Vielleicht auch nicht viel sinnvoller, als gegen den Schlaf zu kämpfen,.. aber es bringt einen zumindest auf andere Gedanken. Denn ich bin es leid, Leid zu sehen bzw. über Leid nachzudenken.

(Hier sollte nun eine geistreiche Überleitung stehen. Mir fällt aber keine ein.)

Also, was für Überlegungen sind das?

 

Punkt01: Auto.

Mini Cooper
Okay, zugegebenermaßen fällt bereits dieses Vorhaben nicht unbedingt ins Schema. Ich möchte es trotzdem gern erwähnen, da es derzeit sehr aktuell für mich ist. Mein Auto verwandelt sich zusehends in einen Haufen Altmetall… Die Elektronik zickt derweil rum, am Motor rappelt es, die Sitze verhaken sich und seit neuestem entsteht beim Rückwärtsfahren ein Geräusch, welches nicht sonderlich schön klingt und auf fiese Dinge hindeuten lässt. Das liegt wohl zum Einen an der eher mittelmäßigen Pflege, meines Autos, zum 2ten am Alter (?) und zu guter letzt an der echt exorbitanten Nutzung in den der letzten Jahren. Die Strecke, die ich zuvor an 2 Jahren hinter mir gelassen habe, toppe ich nun in rund 10 Monaten. Das ist übel.

Drum werde ich meine (zugegebenermaßen geliebte Karre) noch ein letztes mal oberflächlich in Stand setzen lassen und mir einen kleinen, langersehnten Traum verwirklichen: ’nen Mini. Jetzt werden viele sagen „bla Frauenauto, bla schlechtes P/L Verhältnis, bla uncool“. Mir ist das aber, um es kurz zu sagen, scheissegal. Behaltet eure Meinung und werdet glücklich damit. Ich habe mich schon seit Ewigkeiten in diese Kisten verliebt und irgendwie gibt es keine wirklich Alternative für mich, da dieser ganze Einheitsbrei mich total anödet.

Punkt02: Urlaub.

Palmen

Ich kann gar nicht sagen, wie lange ich schon keinen Urlaub mehr gemacht habe. Die Zeitspanne muss irgendwo zwischen 7 und 10 Jahren liegen und das alles ist echt mal überfällig bis zum Erbrechen. Aus diesem Grunde habe ich mir vorgenommen, diesen Sommer mit meiner Herzensdame irgendwo an einem Ort Urlaub zu machen, den man in erster Linie per Luftfracht heimsucht und per Auto nur mühselig erreicht.

Punkt03: Motorrad.


Bereits mit 15 oder 16 hatte ich den Traum, irgendwo mit einem Motorrad herumzueiern. Bei meiner Führerscheinprüfung habe ich daraufhin natürlichen keinen Motorradschein gemacht, da meine Eltern mir immer eingeredet haben, dass nen Motorrad eh total unsinnig ist und ich den Wunsch danach in ein paar Jahren verlieren würde.

Jetzt bin ich 29 und sie hatten unrecht. Eigentlich hat sich der Wunsch sogar noch verstärkt. Dennoch benötige ich für dieses Vorhaben natürlich noch eine offizielle Erlaubnis,… und die plane ich mir ebenfalls im Sommer diesen Jahres anzueignen. Eventuell könnte man die Motorradgeschichte ja auch mit Punkt02 kombinieren.. Allerdings habe ich auf der anderen Seite zuviel Respekt vor den Gefahren (besonders als Anfänger) und den großen Distanzen. Mal sehen. Eventuell lässt sich ja sogar noch ein 2ter, kleiner Urlaub einplanen, dessen Ziel man mit dem Bike erreichen könnte.

Punkt04: Bungeespringen.

Ich habe seit ziemlich langer Zeit einen Gutschein für einen Bungeesprung bei mir herumliegen. Ich bin nur bis heute niemals dazu gekommen, das Ding zu nutzen. Dieses Jahr werde ich mir die Zeit aber nehmen. Völlig egal wie sehr mich die Leute in meinem nahen Umfeld nerven. Ich bin das Gehetze echt leid und werde mich mal nen bisschen mehr auf meine Interessen konzentrieren, statt für jeden auf dieser Welt den „Belustiger“ zu spielen.

Punkt05: Tattoo.


Auch wenn dieser Punkt noch auf mehr oder minder wackeligen Beinen steht, ist er dennoch präsent. Geplant ist, dass ich noch vor meinem 30sten Geburtstag irgendein Körperteil mit Tinte aufhübsche. Ich hasse solche Aussagen zwar eigentlich, allerdings schaffe ich mir dadurch einen leichten „Arschtrittmechanismus“, der mich stets dann erinnert, dass ich mir Gedanken zum Motiv machen muss. Sollte ich mich dem Motiv aber dennoch nicht nähern, ist es auch vernünftig zu sagen: „Okay.. verschieben wir das auf wann anders“. Denn es bringt wohl eher weniger, sich „irgendwas“ stechen zu lassen und es dann im Nachhinein zu bereuen.

Das ein Tattoo kommen muss (!), ist aber bereits fest im Hirn eingebrannt.. und nicht erst seit gestern. Ich liebe Tattoos,… jeder muss ein Tattoo haben. Denn jeder Mensch (*hüstel* Ausnahmen bestätigen die Regel) steht für irgendetwas ein. Ich muss nur herausfinden wie man das am besten darstellen könnte und aarrrrggh… schwieriges Thema.

Punkt06: Fotografie.


Dieses Jahr habe ich mir fest vorgenommen, mich tiefergehend mit dem Thema Fotografie auseinanderzusetzen. Warum? Weil es mir verdammt noch mal gefällt. Damit meine ich jetzt keine Schnappschüsse wie sie auf jeder x-beliebigen Kirmes entstehen, sondern richtige Fotografie. Ich rede auch nicht von Urlaubsfotos oder sonstigem Blödsinn.

Mal sehen ob ich das tu.
Mal sehen, was ich dieses Jahr tatsächlich davon schaffe.
Mal sehen, was ich am Jahresende zu diesen Dingen sagen kann.
Mal sehen, was dieses Jahr überhaupt so mit sich bringt.

…Ich bin gespannt, fürchte mich irgendwie vor dem was kommen wird und schau‘ trotzdem so gut es geht nach vorn.