Browser sind schon ne Sache für sich. Alle bestehen aus Code, besitzen eine Lesezeichenfunktion und sind dafür gemacht, dass der User fröhlich im Netz herumtrollen kann.

Im Grunde erledigen diesen Job auch alle am Markt erhältlichen Konkurrenten mehr oder weniger gut. Das Microsofts Produkt schon bei den Grundbedürfnissen versagt, ist ebenfalls bekannt. Im Grunde genommen war es einfach nur eine Gewohnheitsfrage, für welchen Browser man sich denn nun entscheidet. Die Appleuser schwören auf ihren Safari, die Freaks sind mit dem Opera unterwegs, Hardcoregeeks nutzen Konqueror, Midori, Arora oder sonstigen Linuxkrempel und die Ottonormalverbraucher haben in den meisten fällen den roten Firefox in ihrer Taskleiste kleben… so wie ich bis dato. 

Im September 2008 erschien dann irgendwann Google Chrome im Netz und sorgte bei vielen Menschen für Furore. Mir war das einfach vollkommen egal, denn noch eine neue Browseralternative hat mich beim besten Willen nicht interessiert. Zudem hatte ich damals mitbekommen, dass Google eindeutige IDs in ihren Browser klatscht, die eine eindeutigeIdentifizierung der User ermöglicht. Das schreckte mich ab und ich hatte noch weniger Lust auf das Ding. Ausserdem unterstützte das Ding damals keine Erweiterungen und war somit vollkommen nutzlos für mich.

Inzwischen haben wir 2011, ich war Betatester fürs Google+ Projekt und hatte Langeweile. Im Netz las ich davon, dass es mit dem Chromebrowser möglich wäre Seiten direkt zu Plussen. Selbst dann, wenn auf Selbigen seitens des Webmasters kein Button platziert wurde. Da ich das Ganze mal austesten wollte, habe ich mir das Ding einfach mal installiert.

Nach geschätzten 10 Minuten fragte ich mich dann ernsthaft, wieso ich bis zu diesem Zeitpunkt meine Zeit im Firefox vertrödelt habe.

Chrome war einfach viel hübscher, superunkompliziert und irgendwie verflucht schnell. Ich habe keinen Plan, warum das Teil so flott ist, aber es ist deutlich merkbar. Das fand ich gut.

Der Import meiner Firefox Bookmarks funktionierte ebenfalls problemlos und ich hab einfach mal angefangen, mich ein bisschen genauer mit dem Ding zu beschhäftigen. Vorallem interessierte mich, ob ich die Erweiterungen, die ich im Firefox so lieb gewonnen hatte auch im Googlependant wiederfinde. Und siehe da… alles vorhanden!

Zudem habe ich erfahren, dass die Geschichte mit der eindeutigen ID (die mir inzwischen aber sowieso egal gewesen wäre) seit Version 4.1 nicht mehr im Browser vorhanden ist.

Im Folgenden will ich mal einige dieser Erweiterungen vorstellen und vielleicht den ein oder anderen zum Switch überreden.

1. Xmarks

Xmarks dient dazu, seine gespeicherten Bookmarks auf einen zentralen Server im Netz zu syncen. Ich habe eine enorm große Bookmarksammlung und habe desöfteren erlebt, dass ich nach einem OS Reinstall vergessen habe, meine Lesezeichen zu sichern. Somit war alles im Arsch und durfte von 0 anfangen. Mit Xmarks ist das vorbei, da man vom jedem Rechner auf der Welt zugriff zu seinem Zeug hat. Das ist enorm praktisch.

2. Whatfont

Die App Whatfont platziert einen kleinen (hässlichen) Button in der oberen Leiste des Chromebrowsers. Nach einem klick auf diesen Button und einem anschliessendem Hovern über jeglicher art von Text auf irgendeiner Webseite, spuckt das App den zugehörigen Namen der Schriftart aus. Ich liebe diese Funktion und empfinde das Ganze als extrem nützlich.

3. AdBlock

AdBlock entfernt nervige werbung von Webseiten. Ohne Erweiterungen dieser Art würde ich mich wohl erhängen.

4. Feedly

Ohne Feedly geht bei mir seit einigen Wochen garnichts mehr. Ich verbringe den Großteil meiner Zeit im Netz damit, nach Neuigkeiten zu stöbern. Dabei habe ich enorm viele RSS Feeds abonniert, welche ich penibel im Google Reader nach Kategorien sortiert habe. Feedly ist eine eigenstände Webseite, die alle meine abonnierten feeds extrem übersichtlich und hübsch darstellt und man so direkt und superkomfortabel durch seine abonnierten Themen blättern kann. Das coole dabei ist, dass auf iPhone und Androidgeräten jeweils eine feedlyapp existiert, die gelesen Beiträge synchronisiert. Ohne Feedly geht nichts mehr bei mir.

5. Start G+

Start G+ dient dazu, dass Google+ eine Zentrale Anlaufstelle für die drei grössten sozialen Netze wird. Facebook, Twitter und Google+ werden unter einen Hut gefasst und man kann sich zentral aus Google+ einen Überblick über alle Netze auf einen Blick verschaffen. Tweets absetzen, auf Facebook posten, Kommentieren, private Facebooknachrichten beantworten oder zeitlich in allen drei Netzen herumlamen. Praktisch. so muss man nicht mehr eklig zwischen den Tabs wechseln.

6. Chrome to Phone

Chrome to Phone beschert dem user einen kleinen Androidbutton in der oberen Navigationsleiste. Sofern man nun eine Webseite auf dem mobilen Gerät weiterlesen möchte, war es bisher immer notwendig, den (im schlimmsten Fall) kryptischen Link vom Browser abzutippen und in die Browserleiste vom Telefon zu übertragen. Das war ätzend. Habe ich nun selbiges Vorhaben, klicke ich im Chrome einfach auf den Knopf und die Webseite öffnet sich im Handy.

Praktisch oder?

 

Probierts mal aus.. rockt!