So, jetzt isses schon nen bisschen später als eben und ich habe die Zeit genutzt, die JTAG Verbindungen neu herzustellen. Das Tolle war: Der angesprochene DB1F1 Kontaktpunkt wurde so von meinem Lötkolben geqält, dass er schlicht und ergreifend kaputt ist. Da ist nix mehr woran man irgendwie Zinn anbringen könnte.

Also musste ich den Umweg über die Rückseite des Mainboards gehen und dort direkt an die Pins löten. Der zuständige Pin heißst in diesem Fall NF1F2. Der Lötpunkt ist auch nicht gerade groß und stellte in meinem Falle die letzte Chance dar. Wenn ich es versaue, kann ich die Box getrost in die Tonne kloppen. Aber hey, wen interessiert.. es hat nämlich geklappt! Ich hab das Diodenkabel zwar mit 12kg Heisskleber auf der Platine fixiert, aber das war auch wirklich notwendig bei diesem Chaos.

Gut, dass es funktioniert sagte ich eben schon. Ich konnte tatsächlich nen blauen Screen von meiner XBOX sehen, als ich sie an den TV gekoppelt habe. Kurz darauf bootet auch schon Linux! Wundervoll 🙂 Jetzt isses nur noch Software!

USB Stick liegt parat, bzw. steckt in der Box und Tastatur läuft auch. Jetzt wird der NAND gedumpt…

mkdir /usb
mount /dev/sda1 /usb
xbrflash -d dump1.bin
cp dump1.bin /usb
rm dump1.bin
xbrflash -d dump2.bin
cp dump2.bin /usb
rm dump2.bin
umount /usb

 
Heraus kommen, wie ihr oben seht, zwei dumps meines NAND. Zwei stück deshalb, da man somit im nächsten Schritt prüfen kann, ob wirklich beide Dumps identisch sind. Sollten an dieser Stelle nämlich Fehler in der Übertragung entstanden sein, versaut man sich ganz schnell seine Konsole und hat nen extrem teuren Briefbeschwerer. Bei mir gab es zum Glück keine Komplikationen und ich konnte den NAND-dump am PC bearbeiten.

Hier werden nämlich die 2MB, die am Computer von der XBOX ausgelesen wurden in die „XBOX NAND“ geschrieben. Alles recht simpel bisher und keinerlei Probleme.