Am Wochenende ging es nach Münster ins „Skaters Palace“, denn dort war Releaseparty der neuen „Long Distance Calling“ Scheibe. Die heisst ebenfalls „Long Distance Calling“, ist also relativ leicht zu merken und so.

Ursprünglich sollte das Konzert ja im Metopolis (kenn ich nicht) stattfinden, wurde aber dann, wie ich bereits erwähnte, ins Skaters Palace (kannte ich im übrigen auch nicht) umgelegt. Das Metropolis war zu klein, bzw ausverkauft bzw. voll. Im Skaters Palace war aber genug Platz und darum fand das Konzert dort statt. Klar, man hätte das Konzert auch im Metropolis stattfinden lassen können, aber warum sollte man dies tun wenn es eine Ausweichlocation wie das Skaters Palace gibt, welches zu dem noch wesentlich mehr Platz zur Verfügung stellt. Man wird ja relativ ungern während eines Konzerts von bärtigen, langhaarigen, verschwitzten Personen mit nacktem Oberkörper erdrückt.. und sowas wäre sicher passiert, wenn das Konzert im Metropolis stattgefunden hätte. Die Veranstalter dachten aber mit und das Konzert stieg im Skaters Palace – Denn dort war mehr Platz auf dem sich die bärtigen, halbnackten, fetten langhaarigen Bombenleger verteilen konnten.

Die Vorband – Maybeshewill (kannte ich nicht) – war bereits schon ziemlich geil. Halt instrumental und dementsprechend frickelig, verspielt und cool. Die Rechtschreibkorrektur schlägt mir grad vor, dass ich doch „frickelig“ in „fickerig“ ändern soll – Das ist ja lustig hahaha.

…Aber eigentlich waren wir ja wegen Long Distance Calling da. Auch wenn wir die Kapelle jetzt schon ziemlich oft live gesehen haben, isses immer wieder total gut. Zuvor waren die Konzerte allerdings immer recht klein gehalten und besuchertechnisch überschaubar. Das liegt wohl daran, dass der Grossteil der menschlichen Bevölkerung eher auf stupides 4/4 Takt-Basedrumgeböller steht und nach Texten verlangt, die innerhalb der ersten 17 Sekunden frei erlernbar sind. Anders kann ich mir nämlich die beliebten Ballermann/Apres-Ski Parties nicht erklären.

Longdistancecalling - Longdistancecalling CD Cover

Long Distance Calling spielt in etwa der gleichen Anhörliga wie monkey3, Pelican, Neurosis oder Earth. Das bedeutet, dass es nicht ausreichend ist, sich mit mit zugedröhntem Kopf im Alpenmax neben eine Box zu setzen und auf die „Erleuchtung“ zu warten. Das wird nicht funktionieren. Das komplette Genre (wie heisst das überhaupt?!) lebt eigentlich eher davon, dass man sich mit den Songs beschäftigt und diese vielleicht auch mal intensiver hört als im Badezimmer während des Duschvorgangs.

Wir fanden es jedenfalls fein, haben uns mit Merch (ich: CD / Stephie: Shirt) eingedeckt und hatten nen guten Abend.