Dieses Wochenende stand nach längerer Abstinenz mal wieder ein Konzertbesuch an. Olli Schulz spielte in der Osnabrücker Lagerhalle und das konnten Stephie und meine bescheidene Person uns natürlich nicht entgehen lassen. Irgendwie geschah das Ganze im Rahmen des seltsamen Popsalon-Festivals bei dem ansonsten so ziemlich keine einzige interessante Band auftrat. 

Ich war noch nie auf einem Olli Schulz Konzert und dementsprechend über die Tatsache der Bestuhlung der Lagerhallt schockiert. Musik und sitzen geht ja wirklich mal auf keine Kuhhaut. Wir stellten uns dementsprechend auch protestierend hinter die Stuhlreihen – einfach so, weil wir cool sind, und weil eh kein Platz mehr frei gewesen ist. Nach einer bravourösen Verspätung betrat der gute Herr dann auch die Bühne und es herrschte direkt gute Laune, denn Olli Schulz ist symphatisch, so symphatisch das es fast schmerzte. Wenn ich es mir recht überlege kenne ich eigentlich niemanden, der so sehr symphatisch ist.

Das Konzert gliederte sich in guter Singer/Songwriter Musik, ernsthafte Texte, lustige Texte und Laberei. Olli Schulz labert gerne,.. das ist symphatisch. Er ist definitiv lustig (verdammt lustig), und gibt neben purem Klamauk auch Dinge von sich, über die man mal mehr als nachdenken sollte.

Olli Schulz verspielt sich hin und wieder, und freut sich darüber. Er stolpert stellenweise über seine eigenen Texte, und nimmt es mit Humor – Das ist symphatisch. Dennoch ist seine Musik voller Herzblut und einfach wunderbar. Besonders „Koks & Nutten“ und „Wenn es gut ist“ hat es mir angetan. „Der kleine Bär“ ist ebenfalls großartig. Liegt warscheinlich daran, weil es dem „Affenbär“ recht ähnlich ist. Ich bin nämlich der Affenbär, hat meine Freundin gesagt.