Daniel Boschung lebt in der Schweiz und arbeitet als Fotograf. Soweit nicht sonderlich spannend. Interessant wird es erst an dem Punkt, bei dem man erwähnt, dass der gute Mann Gesichter kartografiert. Diese Arbeit erledigt er dabei nicht „aus der Hand“, sondern unter Zuhilfenahme eines Industrieroboters, den er für seine Zwecke umprogrammiert hat.

Der Roboter fährt das Gesicht des zu portraitierenden Objekts ab und schiesst dabei insgesamt 600 Fotos in 30 Minuten. Am Rechner werden die Bilder anschließend in einem 900 Millionen Pixel großen Klumpen zusammengestampft und auf eine 180 x 180 cm Fläche aufgebracht.

Die Bilder sollen in Lebensgröße vollkommen irritierend wirken, da jedes noch so kleine Detail erkennbar ist. Auf der Webseite des Projekts finden sich noch weiterreichende Infos, sowie Bildmaterial zum reinzoomen. Ich jedenfalls bin schwer beeindruckt und würde das Ganze gerne mal in Realität sehen.