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16. Mai 2017

 

» Im Leben lernt der Mensch zuerst das Gehen und Sprechen. Später lernt er dann still zu sitzen und den Mund zu halten. «

Marcel Pagnol

Dieses „Später“ ist die Schulzeit. Die Stunden, die sich endlos zu dehnen scheinen, während wir zu konformer Massenware zusammengestaucht und auf selbige reduziert werden. Der Ort, an dem wir uns zu leeren Gefäßen entwickeln und an dem vermittelt wird, dass nur die eine Antwort korrekt sei – die vorgegebene –, und dass zu viel Hinterfragen gar nicht gern gesehen wird. Die Phase des Lebens, in der man uns unsere Kreativität und Individualität ausprügelt und uns somit versucht auf das nachfolgende Berufsleben vorzubereiten. Ein Leben im gedanklichen Kellerverließ.

Die beiden Filmemacher Daniel Martinez Lara und Rafa Cano Mendez bringen dieses Absurdum unserer Gesellschaft in rund acht Minuten auf den Punkt. Der Film zeigt, wie teuer es uns wirklich zu stehen kommt, wenn wir den Keller nicht mehr verlassen und diesen als Lebensart für uns akzeptieren, das Hinterfragen einstellen und unsere Individualität an die Regeln verkaufen, die uns anerzogen wurden.

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5 Discussion to this post

  1. Migoy sagt:

    Ich habe wirklich eine Träne verdrückt als ich mir das angeschaut habe 🙁

  2. Jenny aka basteleule sagt:

    Toll! Deine alternative Art zu denken, der erfrischende Schreibenstil und der Shortmovie eh.

    Ich mag dieses Blog und freue mich wirklich darüber das hier wieder etwas mehr passiert.

    • Timo sagt:

      Hey Danke. Wieso habe ich eine „alternative Art zu denken?“. Was ist denn im Gegensatz dazu die „normale Art zu denken“? Das „nicht denken“? Das hat nichts mit Denkstrukturen zu tun, sondern ist einfach nur die Fähigkeit den Horizont vom Tellerrand zu erkennen und vielleicht auch mal zu schauen, ob da hinter noch etwas ist.

      Und eine großartige Denkleistung hat dieser Beitrag nicht gerade inne. Die Denkleistung wurde von anderen erbracht und ich hab die hier nur weiterverbreitet.

      Aber trotzdem: danke 🙂

      • Jenny sagt:

        Antworten wie diese sind es von denen ich rede. Ich meine auch nicht diesen Artikel, sondern das Blog in seiner Gänze. Du hast einen ganz tollen Stil und deckst soviele Ebenen ab über lustig zu kritisch hin zu emotional. Ausserdem scheust du nicht davor, dich selbst zu veralbern und forcierst es sogar.

        Ich hoffe ich hab mich jetzt etwas klarer ausgedrückt 😎

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