» Im Leben lernt der Mensch zuerst das Gehen und Sprechen. Später lernt er dann still zu sitzen und den Mund zu halten. «

Marcel Pagnol

Dieses „Später“ ist die Schulzeit. Die Stunden, die sich endlos zu dehnen scheinen, während wir zu konformer Massenware zusammengestaucht und auf selbige reduziert werden. Der Ort, an dem wir uns zu leeren Gefäßen entwickeln und an dem vermittelt wird, dass nur die eine Antwort korrekt sei – die vorgegebene –, und dass zu viel Hinterfragen gar nicht gern gesehen wird. Die Phase des Lebens, in der man uns unsere Kreativität und Individualität ausprügelt und uns somit versucht auf das nachfolgende Berufsleben vorzubereiten. Ein Leben im gedanklichen Kellerverließ.

Die beiden Filmemacher Daniel Martinez Lara und Rafa Cano Mendez bringen dieses Absurdum unserer Gesellschaft in rund acht Minuten auf den Punkt. Der Film zeigt, wie teuer es uns wirklich zu stehen kommt, wenn wir den Keller nicht mehr verlassen und diesen als Lebensart für uns akzeptieren, das Hinterfragen einstellen und unsere Individualität an die Regeln verkaufen, die uns anerzogen wurden.