Dieses Jahr befand ich mich in der Situation, im Besitz des wohl großartigsten Adventskalenders aller Zeiten zu sein. Inzwischen ist natürlich kaum noch etwas davon übrig, ich war allerdings intelligent genug, zuvor einige Erinnerungsschnappschüsse zu machen. Also, worum geht es? Die @apfelmade war irre genug, mir 24 verschiedene Süssigkeiten aus jeweils unterschiedlichen Ländern der Welt zu importieren und mir das Ganze in Form einer riesigen, durchnummerierten Fress-Einkaufstüte am 1.12. zu überreichen.

Die geschmackliche Bandbreite erstreckte sich während der vergangenen 24 Tage von „Gaumenschmaus“ bis zur „totalen, oralen Vernichtung“. Die Spitze des geschmacklichen Weltuntergangs bildete übrigens Indien. Ich hatte nach meinem damaligen Besuch eines indischen Restaurants eigentlich nicht mehr erwartet, dass auf unserer Welt wirklich etwas noch abartigeres existiert, als das, was ich dort auf meinem Teller liegen hatte. Falsch gedacht – Indische Süssigkeiten sind schlimmer. Sehr viel schlimmer! So schlimm, dass ich wild fuchtelnd durch die Wohnung rannte und verzweifelt einen Ort aufsuchte, an dem ich das Bonbon wieder ausspucken konnte. Dazu müsst Ihr wissen, dass ich normalerweise alles esse – und sei es noch so grausam. Aber das war wirklich nicht mehr auszuhalten. Anfangs war es säuerlich, dann drängte sich ein an Kümmel erinnernder Geschmack auf und schließlich wurde das Bonbon so dermaßen scharf, dass sich meine Augen 180° rückwärts in die Schädeldecke drehten. Der darauf folgende Nachgeschmack erinnerte mich an ein Wurstbrot, welches drei Monate in einer Tropfsteinhöhle vergessen wurde.

Schwedische Süssigkeiten hingegen sind toll! Insbesondere die Lakritze mit Fruchtfüllung! Solltet ihr also mal die Möglichkeit bekommen, größere Mengen davon käuflich zu erwerben… tut es! Amerika und Argentinien ist auch ganz fantastisch. Zwar total künstlich, aber gut.

In diesem Sinne: *omnom nom nom nom*