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boysetsfire

12. Juni 2015

boysetsfire Tickets

Es gibt ein paar wenige Bands, die ich noch nie zuvor live erlebt habe und immer live erleben wollte. Neben Pantera ist boysetsfire eine davon. Gut, Pantera wird sich wohl niemals wieder ergeben (R.I.P. Dimebag!), aber bei bsf sieht die ganze Sache schon wieder anders aus, denn vor einigen Jahren gab es eine Reunion und seitdem wird wieder fleissig getourt. Im vergangenen Jahr konnten wir leider keine Karte mehr ergattern, aber wenn man dem lieben Markus G. Sänger Glauben schenken darf, muss es fantastisch gewesen sein.

Im Oktober werden wir uns dann einen eigenen Eindruck machen und das wird ganz bestimmt sehr groß!

Fernöstliche Kultur

28. April 2015

Vergangene Woche urlaubte ich für einige Tage in der östlich gelegenen Zwischendimension unserer Galaxis. Dort, wo selten ein Mensch seinen Fuß auf Gottes Boden setzt. Dort, wo aktuelle filmische Werke auf Betamax released werden, wo Pommes noch als Kartoffelstreifen bezeichnet werden und dort, wo das Telefon noch auf seine Einführung wartet. Um es zu präzisieren: In Zwickau. Nein, im Ernst. Ich war im Osten unterwegs und es hat mir sehr gut gefallen. Die Zeit im Elternhaus meiner Dame ist zwar stets mit exorbitanter Gewichtszunahme verbunden, aber das ist im Grunde völlig in Ordnung, weil es dort stets wahnsinnig gut schmeckt und ein Haufen netter Leute anzutreffen sind.

Wir lungerten viel rum. Das war sehr phänomenal. Und wenn wir nicht rumlungerten, aßen wir. Eigentlich aßen wir ununterbrochen. Und wenn wir nicht aßen, tranken wir – Eierlikör zum Beispiel. Ich hege insgeheim ja stets den Gedanken, dass die Eltern meiner kleinen großen Supererdbeerprinzessin ein ausgeprägtes Eierlikörproblem haben. Ich sprach sie sogar darauf an, aber sie verneinten die Aussage – Also ist wohl doch alles in Ordnung.

Mit jedem Zwickaubesuch ist auch ein gewisses Maß an Bildung verbunden. Dieses Mal lernte ich die folgenden Dinge:

Klöße: Ich beherrsche nun die Zubereitung von Wickelklößen. Genauer gesagt, habe ich überhaupt das erste Mal in meinem Leben Wickelklöße gegessen. Gibt’s hier ja nicht. Glaub ich. Geschmacklich zwar nicht unbedingt meins, aber der Grund dafür ist wohl der, dass ich auch nicht so wirklich Kartoffelbreikompatibel zu sein scheine und mir beim Verzehr von Selbigem recht schnell mulmig in der Magengegend wird. Keine Ahnung woran das genau liegt, ist aber so. Wie dem auch sei, wenn die Frau das nächste Mal nach Wickelklößen verlangt, kann ich damit dienen.

Irish Pub: Sowas gibts in Zwickau. Und die haben da sogar Bulmers. Unfasslich gut!

Leipzig: Genau, ich war in Leipzig und die Stadt (zumindest der Teil um den Leipziger Zoo herum) ist ziemlich knorke. Eigentlich ist Leipzig wie Berlin, nur nicht so siffig, sondern eher schön. Nazis habe ich nach unserem kurzen Rundgang auch keine gesehen. Ich glaube, dass falsche Bild beruht alles nur auf der GLEICHGESCHALTETEN MASSENMEDIENMANIPULATION, DER WIR RUND UM DIE UHR AUSGESETZT WERDEN. Nein im Ernst, ich hatte wohl so ziemlich die kürzesten Haare aller dort ansässigen Beteiligten.

Zoo: „Uuuuh Zoo! Böse!“, denkt sich der geneigten Leser nun bestimmt wieder. „Die armen Tiere die dort zur Schau gestellt werden“. Alles Quatsch.

Ohne Zoos würden viele der Tiere überhaupt nicht mehr existieren. Die erhalten unter anderem auch Arten. So! Und weil Zoos nun, wie wir gerade lernten, total gut und sinnvoll sind, haben wir einen solchen besucht. Um es auf den Punkt zu bringen – Wir waren im Leipziger Zoo. Leider hatten wir ein wenig Pech, was die wettrige Lage betraf. Am Tag zuvor war es knüllewarm. Als wir uns zum Zoogang aufmachten, pfiff uns der Wind um die Ohren ich ich kämpfte damit, dass mir die Extremitäten nicht abfaulten. Die Tiere fanden das Wettergelage auch eher suboptimal und haben lieber ihren Winterschlaf ein wenig verlängert. Wir sahen dennoch recht viel, da das Gelände einfach mal verdammt groß ist.

Den Baustellen im Eingangsbereich nach zu urteilen wird das Teil in naher Zukunft sogar noch ein wenig ausgeweitet. Besonders geil fand ich das Tropenhaus. Meine Fresse, ist das Ding riesig. Dort gab es allerhand Affenzirkus zu sehen und das Essen war auch alles andere als zu verachten. Falls ihr mal in der Gegend sein solltet – reingehen! Achso, Pflanzen gab es da natürlich auch zu Hauf. Ich mag ja diese überdimensionalen Riesenblätter. Die könnte ich den ganzen Tag lang anfassen und begrabbeln.

Buchenwald: Den Abschluß unserer Exkursion ins Ostmanische Reich bildete ein Besuch im Konzentrationslager Buchenwald und es war unglaublich bedrückend. Alleine die Anreise hinterließ ein ziemlich beklemmendes Gefühl, da die Einfuhrstraße sich mehr oder minder noch im Originalzustand befand. Die Blutstraße. Du fährst kaugummikauend die Straße in deiner dekadenten Karre hoch, über die zuvor Menschenmassen zur späteren Exekution transportiert wurden und beschwerst dich derweil womöglich noch, dass es draußen zu warm ist, oder sich dein Handyakku dem Ende neigt. Krank. Im Abstand von 20 Metern scheppert es, weil die Reifen deiner Karre die Fugen, zwischen den aneinandergelegten Panzerplatten, passieren. Ein Geräusch, welches seiner Zeit wohl eine ganz andere Dimension hatte. Echt finster.

Noch finsterer wurde es dann beim Betreten des Geländes. Die ganze Schweinerei liegt keine 100 Jahre zurück (echt jetzt,… macht euch das mal klar!) und es herrschte überall eine wahnsinnig seltsame Stille. Okay, in irgendeinem x-belibigen Wald ist es auch still, aber die Stille vom KZ-Buchenwald ist eine ganz andere Kategorie. Man muss das erstmal begreifen, was an dem Ort, an dem man sich gerade befindet, für ein unendliches Leid stattgefunden hat. Du stehst da auf dem hässlichen Schottergrund und erfährst, dass dort, wo du gerade deinen Fuß hingesetzt hast, die Asche von hunderten verbrannten Menschen liegt. Denn irgendwann war es einfach Scheißegal und die Asche wurde auf dem gesamten Gelände verstreut. Unter anderem atmeten die Häftliche die Asche ihrer Mithäftlinge ein. Ich mein.. wie bitterböse ist das bitte?

Buchenwald

Die stehst dort auf dem Platz und begreifst nicht, wie es überhaupt jemals soweit kommen konnte, wie Menschen sich gegenseitig sowas antun können und zeitgleich zweifelst du an der Welt um dich herum, weil es auch heute noch Idioten gibt, die das Ganze offenkundig TOTAL SUPER fanden.

Wir sahen die Öfen, wir sahen die Leichenrutsche, die Erschießungsanlagen (getarnt als medizinischer Untersuchungsraum), den Appellplatz und letztlich sahen wir auch die ganzen Haken im Keller, an denen die Insassen der Reihe nach erhängt worden sind. „Des Häftlings letzte Pflicht war der Tod.“ Leck mich am Arsch, Nazidreckspack. Ernsthaft.

Am Haupttor des Konzentrationslagers prangt von innen lesbar der Spruch „Jedem das Seine“. Ich habe anfangs gar nicht verstanden, wieso der Spruch in das Innere des Komplexes gerichtet ist, schließlich ist es bei den anderen Lagern auch nicht der Fall. Der Grund dafür ist, dass sich der Spruch direkt an die Insassen wendet und in etwa die Aussage „Hier und nur hier gehörst Du hin. Deal with it!“ in sich trägt. Fürchterlich. Dieser eine Satz stellt im Grunde noch die Spitze der immerwährenden Demütigung der Insassen dar, dem sie Tag für Tag beim Appell ausgesetzt waren.

Ich selbst benutzte relativ oft die gleiche Floskel. Das lasse ich zukünftig lieber bleiben.

Wurst: Als wir später den Heimweg antraten, wurde uns ein Geheimtipp seitens der Schwiegereltern in spe aufgedrückt. „Fahrt doch mal in Magdala an der Autobahn auf die Raststätte und geht zu Imbiss Haase!“ sagten sie und legten uns die wohl hässlichste Visitenkarte mit dem grausamsten Logo unter der Sonne auf den Tisch. Nicht sonderlich beeindruckt steckten wir die Karte ein und fuhren tatsächlich in den Imbiss.

Was soll ich sagen? Die Bude ist der wurstgewordene Himmel auf Erden! Nie hab ich eine geilere Bratwurst gegessen (und ich habe viele Bratwürste gegessen). Die Dinger waren so dermaßen geil, dass ich mir schleunigst ein paar habe einpacken lassen und im gleichen Zuge den ganzen Laden verrückt machte.

Das lief so: Ich aß meine Wurst, bekam während des Essens wässrige Mundwinkel, sprang auf, rannte erneut zum Bestelltresen und rief „Bitte geben sie mir auf der Stelle weitere Würste! In Roh! Zum Selbergrillen!“. Die nette Dame erwiderte „klar, kein Problem“, ging in den hinteren Raum und legte mir eine Tüte mit glibbriger Masse auf den Tisch. Ich drückte auf der Tüte rum und sagte „Ne, sorry. Ich will kein Hackepeter… ich wollte Würstchen“. Die schaute mich entgeistert an und sagte, dass das Würstchen wären. Ich behauptete weiterhin, das es sich um Hackfleisch handelt. Plötzlich rief eine andere Kunden quer durch den Laden, dass es sich um Würstchen handelt, ich offenkundig dem Westen entstamme und sowieso keine Ahnung habe. Würstchen sehen hier so aus und das ist auch gut so.

Microsoft stampft den IE ein.

17. März 2015

 

„While Microsoft has dropped hints that the Internet Explorer brand is going away, the software maker has now confirmed that it will use a new name for its upcoming browser successor, codenamed Project Spartan.“
the verge

Und alle so: Yeah!

afx für onpsx

Privat geht bei mir im Grunde nicht mehr wirklich viel hinsichtlich kreativer Taten. Nicht, weil ich die Tools verlernt habe, sondern schlicht und ergreifend aus dem Grunde, weil ich meinen Hintern nicht mehr hoch kriege. Abends habe ich weder die Muße, noch den Drang dazu, mich erneut an den Rechner zu setzen und irgendetwas zu tun.

Nun machte ich allerdings Bekanntschaft mit einigen Herren aus dem OnPSX.de Board und weil die da alle so lieb sind (und dort so ziemlich alles unter aller Kanone aussieht) habe ich mich dann doch mal kurz aufgerafft und den Jungs nen kleines Youtube-Intro zusammengeschraubt. Nix wildes, aber besser als das Windows-Movie-Maker-Zeug was die vorher hatten. Das Intro wird dort nun für die Quicklook- und Review-Videos genutzt und meine 3D-Sphere Animation aus alten Tagen hat nun doch noch mal einen sinnvollen Verwendungszweck gefunden.

*pieeep* ist ein tolles Spiel!

11. Februar 2015

Neulich kaufte ich *pieeeep* für die PS4, obwohl ich kaum Interesse an dem Titel hatte. Gamestop hatte das Game für zwei Stunden falsch im Online Store verlinkt und so erhielten die Käufer des Season Passes (20$) den Code für die Vollversion (59$) und Käufer der Vollversion einen Code für den Season Pass.  Das war sehr schön und zum Glück wies mich @tommyfare gerade noch rechtzeitig darauf hin. Einige Tage später wurde dann zusätzlich noch seitens Sony der Season Pass (den ich ja ursprünglich kaufen wollte *hust*) auf meiner Playstation freigeschaltet. Großartig. Der entsprechende Gamestop-Mitarbeiter wurde sicherlich gesteinigt, gevierteilt und im Wald verscharrt, aber das ist für mich völlig in Ordnung, weil Gamestop sowieso doof ist.

Wie auch immer. Das Game stammt vom polnischen Entwickler-Studio Techland, die sich vor einiger Zeit bereits mit *pieeepsinsel* und Call of Juarez einen Namen machen konnten. *piepsinsel* habe ich selbst gespielt und war auch recht gut unterhalten. *krrchh pieep* ist quasi der indirekte Nachfolger, mit relativ identischem Setting. Zombieapokalypse!

Nunja. Im Grunde existiert auch eine echte Story, die auf der anderen Seite aber völlig egal ist und wohl niemandem vom Hocker hauen wird. Man spielt einen Herrn Crane, US-Spezialagent natürlich, und der wird über der türkischen Stadt Harran aus einem Flugzeug geschmissen, um für die Hilfsorganisation GRE eine total wertvolle (!) Akte (!!) zu besorgen. Kurz nach dem Abwurf in die zombieverseuchte Zone wird man gebissen und ist fortan auf ein Anti-Verzombifizierungs-Mediakament namens Antizin angewiesen. Anschließend wird Crane von einem Überlebenstrupp aufgegabelt. Als Dankeschön übernimmt er dann ganz viele total wichtige Aufgaben, die ihm andere total wichtige und unwichtige Leute, auftragen. Daneben gibt es dann natürlich noch einen psychopathischen Warlord und all solche Sachen. Kennt man.

Was *pieeeep* aber wirklich auszeichnet ist die Tatsache, dass wir hier keinen 0815-Openworld-Shooter haben, sondern einen wirklich innovativen Shooter mit großem Parcour-Anteil. Quasi eine Mischung aus *drrrrsch piepsinsel* und Mirrors Edge. Und das Ganze in einer offenen Welt, die von vorn bis hinten im Coop begehbar ist. Und genau das, meine Damen und Herren, ist absurd spaßig. Junge junge, ihr könnt euch gar nicht ausmalen, WIE gut das alles funktioniert.

Die Spielmechanik ist bombe. Das Sounddesign ist bombe. Es gibt hektoliterweise Blut, ihr könnt Extremitäten abtrennen, Zombies zusammentreten, gemeinsam eine Molotov-Party feiern, skillen und leveln ohne Ende, looten bis der Arzt kommt und euch zigtausendmilliarden (!) unterschiedliche Waffen zusammenklöppeln. Tischbeine werden mit Nägeln erweitert, an Äxte bastelt ihr Elektronikkrempel, Polizeiknüppel werden mit Flammenwerfern gekreuzt und hier und da findet sich vielleicht auch mal ein Schwert oder eine abgesägte Schrotflinte. Dazu gesellen sich haufenweise Nahkampftechniken, die sich nach und nach freischalten lassen. Dropkicks, Groundslams oder Rutschattacken sind nur einige davon. Man lernt, sich nach Sprüngen aus großen Höhen auf dem Boden abzurollen oder einige Meter an der Wand nach oben zu rennen, um weiter entfernte Sprossen zu ergreifen. Und wenn die Zombiemassen mal zu groß werden sollten (und das passiert sehr sehr schnell), weidet ihr einfach einen Zombie aus und schmiert euch mit dessen Innereien ein. So können die anderen Viecher euch nicht mehr sehen und torkeln grunzend an Crane vorbei.

Was tagsüber noch relativ erträglich ist, wird bei anbrechender Nacht zur Qual, denn wenn die späte Stunde in *pieeeep* eingeläutet wird, gibts ordentlich auf die Glocke (habt ihr dieses geschickte Wortspiel mitbekommen? Ja? Gut!). Die Zombies werden aggressiver und es gesellen sich eine ganze Reihe anderer „Rassen“ hinzu: Bolter, Demolisher, Goons, Screamer, Volatiles. Ein Vieh ist gefährlicher als das andere und man gerät hin und wieder in exorbitant ekelhafte Bedrängnis. Dann hilft nur noch wegrennen und die anschließende Flucht in sogenannte Safezones: Das sind mit Natodraht abgesicherte Gebiete, die zuvor „gesäubert“ und erobert werden müssen. Rennt man nachts durch die Pampa und hat keine Safezone in der Nähe, klopft gerne mal Gevatter Tod an die Tür. Für den Run in diese Zonen empfiehlt es sich, möglichst viele Fallen zu platzieren, beispielsweise durch modifizierte Autos, große Lichtwerfer auf den Straßen, Elektrozäune und und und. Die Möglichkeiten sind wirklich grandios und es wirkt nie aufgesetzt oder lieblos ins Game reingeklatscht.

Von der Spielmechanik würde ich *pieeeep* allen ernstes das Prädikat perfekt aufdrücken. Selten habe ich ein so butterweiches, gut funktionierendes Gameplay erlebt. Die Steuerung ist sehr komplex geht dennoch innerhalb kürzester Zeit in Fleisch und Blut über. Ähnliches habe ich zuletzt beim Remake von 3D Realm’s Sha*krrchch* W*krrrrrrr*io*drrrrrr* erfahren, das ihr euch im übrigen auch unbedingt kaufen solltet. Vom Klettersystem könnte sich Ubisoft auch nach dem 17ten Ableger von Assassins Creed noch 5-6 Scheiben abschneiden. Wenn vor euch ein Vorsprung zu sehen ist, schafft ihr es mit großer Sicherheit auch, diesen zu greifen und fallt nicht sinnloserweise in den Abgrund. Der Grappling Hook, den man im weiteren Spielverlauf findet, kann auch so einiges und verschafft dem Game einen weiteren Reiz. Mit dem Ding zieht ihr euch an Gebäuden hoch, entdeckt abgelegene Orte oder ihr rammt den Zombies das Teil einfach so in die Felge, um selbige im Anschluß unter Zuhilfenahme eines Dropkicks von der Straße zu räumen.

Der Multiplayer ist fantastisch und mit das Beste, was ich in der vergangenen Zeit erlebt habe. Alles, wirklich ALLES lässt sich im Coop durchrocken und genau das ist der Hauptgrund, warum *pieeeep* für mich so aus dem ganzen Brei hervorsticht. Gerade deshalb, weil der Multiplayer so bockt, haben wir innerhalb der Gruppe (@tommyfare, @planetjumble und ich) vereinbart, auf keinen Fall alleine zu spielen. Somit kann ich über den Singleplayer auch kein Wort verlieren. Aber who cares.

Also: Wenn ihr auch nur im entferntesten etwas mit der Materie anfangen könnt und wirklich mal einen richtig spaßbringenden und innovativen Shooter mit euren Freunden zocken wollt, solltet ihr euch das Game schnellstmöglich besorgen. Ich hatte lange Zeit nicht mehr soviel Unterhaltung mit einem Spiel. Grafisch ist das ganze Ding wirklich allererste Sahne. Allerdings ist der Gewaltgrad tatsächlich abartig hoch und kratzt stellenweise schon an der Perversions-Grenze. Aber hey… es ist ein Zombiegame. Das muss so sein. Die Sache mit den Zombiekleinkindern, die man mit Genickbrüchen aus der Welt befördert, hätte Techland sicher allerdings tatsächlich sparen können.

Update: Inzwischen hat die Bonner Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) *pieeeep* dann auch im Schnellverfahren auf den Index gesetzt. Korrekter: Die Behörde hat nach § 23 (Absatz 5) des Jugendschutzgesetzes die vorläufige Indizierung angeordnet. Damit darf das Spiel unter anderem nicht mehr sichtbar beim Spielehändler ausliegen, sondern nur noch auf Nachfrage durch Erwachsene herausgegeben werden. Deshalb habe ich hier dann auch mal ordentlich rumgepiepst und auch die Screenshots entfernt.

Islam Allahgie

21. Januar 2015

Es ist immer wieder aufs Neue interessant zu beobachten, welche Bildungsmissstände in unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft dazu führen, dass sich haufenweise intelligenzinvertierte Dumpfbacken dazu veranlasst sehen, sich versammeln zu müssen und gegen einen Feind zu wettern, dem sie noch nie begegnet sind. Und das Ganze unter der „Herrschaft“ eines offensichtlich grenzwertig bescheuerten Oberhauptes. Irgendwie riecht das alles ein bisschen nach der Zeit vor Hitlers Machtergreifung.

Aus der Unzufriedenheit mit sich selbst, erwächst der Hass auf das Fremde, als Ablenkung, um sich mit den eigenen Unzulänglichkeiten zu befassen. Ein imaginärer Feind wird auserkoren und mit aller Kraft bekämpft. Ein Ventil, oder wie auch immer man das beschreiben will. Unsere wunderbare Medienberichterstattung, sei es nun RTL oder Bild, erledigt schließlich den Rest, indem ständig und dauerhaft intransparent über den Islam, Kopftücher, wild-um-sich-ballernde-nicht-deutsche oder weiß der Teufel gesendet wird. Komplexitätsreduktion ist das Privileg der Privaten. Schließlich muss der fettleibige Dschungelcamp-Fan in seiner nikotinvergilbten Wohnhöhle zwischen Fliesentisch und Tiefkühllasagne das Ganze auch geistig verarbeiten können. Bloß nicht zu viele Infos, lieber auf das Wesentliche beschränken. Alles quillt über vor kognitiven Dissonanzen und jede einzelne Berichterstattung bestätigt nur dass, was sowieso alle hören wollen.

Und auf einmal steht da ein Lutz Bachmann in der Glotze vor einem potentiellen Millionenpublikum, lamentiert fröhlich vor sich hin und scharrt innerhalb kürzester Zeit eine exorbitant große Gefolgschaft hinter sich zusammen. Unser kleiner Österreicher hätte sich damals bestimmt über solch wundervolle Möglichkeiten gefreut. Schöne neue Welt.

Lutz Bachmann unter ungünstigen Lichtverhältnissen. (Foto: Arno Burgi/dpa)

Lutz Bachmann unter ungünstigen Lichtverhältnissen. (Foto: Arno Burgi/dpa)

Letztlich stehen sie dann da. In Reih‘ und Glied. Die Pegidioten. Und sie schreien, geifern, brüllen, singen, halten Schilder hoch und retten das Abendland vor der fremden Bedrohung. Alles ist völlig okay – das eigene, verachtenswerte Handeln relativiert sich durch die Masse. Das Einstehen für eine verkorkste, fragwürdige Ideologie verteilt sich auf jedes kleine Individuum innerhalb der Gruppe. Und plötzlich scheint ist es alles überhaupt gar nicht mehr so schlimm, sondern total patriotisch und sinnvoll und die Anderen tun ja alle das Gleiche, in der kleinen, verstrahlten Pegidawelt.

Die Tatsache, dass der Feind überhaupt nicht existent ist (schließlich sind nur 2,5% der Einwohner Dresdens ausländischer Herkunft und gerade mal 0,1% der Dresdner Einwohner überhaupt Muslime), spielt keine Rolle mehr. Stunk machen und seinen eigenen Ärger freien Lauf lassen, dass ist alles was übrig bleibt. Frustrationsdezimierung auf Kosten Anderer.

Ich für meinen Teil fühle mich ganz mies dabei, wenn ich auf die Entwicklung der letzten Monate zurückblicke. Mir kommt im wahrsten Sinne des Wortes die Galle hoch. Ständig lese ich hirnverbrannte Hasstiraden von geistig degenerierten „Islam-Kennern“, die ihre Bildung ausnahmslos vom Sofa aus genossen haben. Ich behaupte nicht, dass ich mich mit dem Islam auskenne. Im Gegenteil. Der Islam ist mir scheißegal. Genauso wie das Christentum, die Quantenphysik oder linksdrehende Milchkulturen. Aber mir ist bisher noch keine „Randgruppe“ so dermaßen auf die Eier gegangen, dass ich dafür meinen Allerwertesten auch nur im Ansatz, im Winter (!),  auf die Straße geschleppt hätte. Und bei den miesgelaunten Ösis kann das eigentlich auch nicht anders sein, weil es da hinten so gut wie gar keine Muslime gibt. Höchstens im Fernsehen.

Wir sollten damit anfangen, die Entwicklungen der vergangenen Zeit als Realsatire zu betrachten und pausenlos unsere Witze darüber machen. Dann verfliegt eventuell die Ernsthaftigkeit und die tatsächliche Bedrohung von all dem. Zum Glück werden wir dabei aber stark unterstützt – von der Pegida und Onkel Bachmann himself. Der fotografiert sich nämlich gerne mal mit schniekem Scheitel und Bärtchen und postet seltsame Sachen im Internet. Und sowas gräbt Anonymous dann aus und postet es wiederum auf Twitter. Und dann tritt der gute Lutz auch noch zurück. Sowas aber auch.

War wohl doch kein ungünstiger Mikrofonschatten.

Also. Habt Spaß mit den niedlichen Schnullernazis und macht eure Witzchen. Am besten qualitativ hochwerte, wie die von Sulaiman Masomi.

Neujahrsansprache!

Mögen die unter Zwang verbreiteten Informationen auch noch so einschläfernd dargebracht werden, präsentieren Herr Reichskanzler Fürst Norbert Rudolf aus der Familie Schittke zu Romkerhall (Exilregierung des Deutsches Reiches/Kaiserreich!), sowie Präschidiumschvorschdans-Erweiterten-Mitglied Herr Greidschuruhrschsch (?!) nun den nachfolgenden, völlig frei gesprochenen Beitrag zur aktuellen Lage der Deutschen Nation in Form einer Neujahrsansprache des aktuellen Zeitalters Zweitausendfuffzehn!

Ich hoffe, unser großer Reichskanzler Fürst Norbert Rudolf aus der Familie Schittke zu Romkerhall (Exilregierung Deutsches Reich/Kaiserreich!), sowie Präschidiumschvorschdandsch-Erweiterten-Mitglied Herr Krscheidschuschgrubrusch (?!?!) konnten ein wenig Licht in Dunkel bringen, damit sich meine getreue Leserschaft auch im Jahre Zweitausendfuffzehn nicht von schönfärberisch-kaschierten Sonntagsreden unserer sogenannten Politiker-Besatzungskräfte (und deren Mitarbeiter!) verdummbeuteln lässt!

Seht in euer Herz und lasst euch des Weiteren auch in Zukunft nicht durch denen, der Deutschen angedichteten Fremdemfeindlichkeits-  oder den Nazikeulen-Märchen, die die fremdbestimmten Meinschtriehm-Medien stets postulieren, vom eigenen kritischen Denken abbringen!

Achso, und erhebt euch verdammtnochmal, wenn die Nationalhymne zum Ende hin angestimmt wird. Ein glückliches Zweitausendfuffzehn, Kammeraden!

Leute, im Ernst: Das Jahr hat zwar erst angefangen, aber lustiger als diese Realsatire da oben kann es unmöglich werden :*)

Stilvolle Geldanlagen

29. Dezember 2014


So sieht das übrigens aus, wenn man all sein Erspartes in Nahrung für die Stubennazis investiert. Eventuell denkt ihr euch jetzt „Hey, soviel Geld hat der gute Herr ja offensichtlich nicht zur Verfügung“. Damit habt ihr recht. Der Dezember war teuer – Sowohl in geplanter, als auch ungeplanter Form. Aber so konnte ich wenigstens einigen tollen Leuten und einem ziemlich unangenehmen Menschen ein schönes Weihnachtsfest bescheren. Und den Fellärschen selbstverständlich auch.

Und Geld ist ohnehin nur Schall und Rauch. Kapow!

Frohes Fest!

24. Dezember 2014

Ich wünsche euch auf diesem Wege ein besinnliches und schönes Weihnachtsfest. Haut euch den Wanst voll und zerfetzt alles, was auch nur im Geringsten nach Geschenk aussieht. Und das Wichtigste: Freut euch über eure Gesundheit!

Ich möchte nun keine Zusammenfassung des vergangenen Jahres herunterschreiben. Das können Andere womöglich auch sehr viel besser als ich. Dazu kommt, dass mein Jahr ohnehin nicht so vielfältig gewesen ist. Vieles war eher unschön, andere Dinge waren großartig. Das nächste Jahr wird definitiv interessanter. Das ist euch womöglich egal, trotzdem werde ich euch davon erzählen, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

So, und jetzt lasst es krachen und macht den Computer aus, herrgottnochmal!

Bildung.

18. Dezember 2014

Was ist eigentlich Bildung? Was ist Wissen? Ist es möglich gebildet zu sein, ohne über Wissen zu verfügen? Oder sind die Ungebildeten generell unwissend? Vielleicht sind diese beiden Begriffe sogar deckungsgleich. Das wäre rational betrachtet allerdings auch wieder Blödsinn, denn sie existieren schliesslich.

Laut Peter Bieri, einem Schweizer Philosophen, unterscheiden sich die Begriffe Bildung und Wissen deutlich. Seine Rede Wie wäre es, gebildet zu sein? bezieht er sich auf die Frage, wie sich die beiden Bezeichnungen voneinander abgrenzen. Continue Reading

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