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Hobbyradler Sportbekleidung

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Seit rund zwei Jahren fahre ich weitestgehend regelmäßig Rad und bastelte mir deshalb ein töftes Mountainbike zusammen. Im Laufe dieses Jahres wurde das Hobby dann zur Pflichtaufgabe, da ich neben der körperlichen Fitness noch ein weiteres, wichtiges Ziel verfolgte, auf welches hier nicht näher eingegangen werden soll. Die Tatsache, dass ich mich in jeder freien Minute auf dem Fahrrad befand, führte letztlich dazu, dass ich dieses Fortbewegungsmittel nicht mehr missen möchte und es (wieder) ein Teil meines Lebens geworden ist. Ich fing später an, möglichst oft den Weg zur Arbeit mit dem Rad zu bestreiten und knupperte fröhlich die täglichen 60km zur Kloppe und zurück. Im Sommer war das Ganze auch stets wunderbar.

Nun folgt aber demnächst der Herbst und das Wetter ist etwas weniger entspannt. Auf einer meiner letzten Touren war es morgens so kalt, dass ich um eine Jacke nicht mehr drum herumgekommen bin. Alles was ich da hatte, war eine billige, 10€ Festival-Regenjacke aus einem Material, welches einer Plastik-Abdeckplane für Runkelhaufen auf Bauers Hof gleicht. Als ich mit dieser zur Arbeit fuhr, erreichte ich klatschnass, stinkend und mies gelaunt den Ort meines kreativen Schaffens. Das war, gelinde gesagt, nicht sonderlich schön, denn auf meiner Arbeitsstelle existiert so ziemlich nichts, was eine körperliche Pflege in seiner praktischen Form erlauben würde.

Generell existiert eigentlich überhaupt nichts in der Agentur! Herrgott, wir haben da nicht mal einen Hammer! Ne Kaffeemaschine is’ auch nicht da, eine Kochplatte gibt es nicht und ja… wir haben nichtmal vernünftige Stühle. Das bedeutet nun nicht, dass wir überhaupt keine Stühle haben. Wir können sitzen, ja, Allerdings handelt es sich dabei um POSTMODERNE FOLTERINSTRUMENTE, bei denen RÜCKENPROBLEME vorprogrammiert sind. Um diesen vorzubeugen, habe ich mir sogar so ein TUFFIGES DYNAIR BALLKISSEN bei Amazon bestellt, weil ich sonst, verflucht nochmal, IN AUFRECHTER SITZPOSITION STERBEN WÜRDE! Das sind nämlich DESIGNERSTÜHLE von einem DESIGNER, der GARANTIERT KEIN EINZIGES MAL SEIN ÜBERBEZAHLTES GESÄß AUF EINEM SEINER GRENZDEBILEN ENDPRODUKTE HAT PLATZNEHMEN LASSEN! FUNCTION FOLLOWS DESIGN! Ich arbeite nämlich in einer WERBEAGENTUR! Dafür haben wir eine Mikrowelle, in der man schön JEDES EINZELNE, GOTTVERDAMMTE VITAMIN MITTELS SKALARWELLEN TERMINIEREN LASSEN KANN UND SOMIT JEGLICHES NAHRUNGSMITTEL ZU EINER ZERBALLERTEN PAMPE MUTIERT!

Jedenfalls möchte ich nun auch in der kalten, ungemütlichen Jahreszeit mein Hobby weiterführen, unabhängig davon, ob das “weitere Vorhaben” gelingt. Also benötige ich eine vernünftige Jacke und war deshalb heute im Fahrradladen einkaufen. In meinem Portemonnaie befanden sind 100€ (200 Mark). “Das müsste ja reichen”, dachte ich mir. Ich ließ mich beraten und äußerte nachfolgende Wunschkriterien:

  • Wasserdicht
  • Winddicht
  • Nicht hässlich
  • billig

Diese Kriterien konnten in meinem Preissegment nicht befriedigt werden. Entweder waren die Jacken so dermaßen mit Werbung zugekleistert, dass jeder auf 17km erkennt, dass ich wie ein Idiot aussehe, oder sie waren wasserdicht und nicht winddicht oder winddicht und nicht wasserdicht oder nicht hässlich und winddicht oder hässlich und zwar wind- aber nicht wasserdicht. Oder aber, die letzte Option, die Jacke war Wind- und Wasserdicht, nicht hässlich und 800 Mark teuer. 800 Mark! Hallo?

An dieser Stelle unterbrach ich den Berater und bat ihn, meine Person und meinen Geldbeutel doch mal ein wenig genauer zu betrachten, . So präsentierte er mir prompt eine günstige Jacke von Vaude aus der Klüngelecke. Die Jacke war nicht hässlich, sondern schlicht schwarz, halbwegs wasser- und ausreichend winddicht, und zudem kratzte diese mit ihren 198 Mark an der preislich äußersten, akzeptablen Schmerzgrenze. Ich überlegte nicht lange und kaufte kurzum die Katze im Sack. Es war ohnehin die Einzige, die zur Auswahl stand.

Vaude Men's Escape Light
Heute stand der Praxistest an und zusammenfassend kann ich behaupten, dass ich ganz prächtig zufrieden bin. Ich sitze entspannt auf der Arbeit und muss mich nicht für etwaige körperliche Gerüche schämen, da diese nicht vorhanden sind. Die Jacke ist superleicht und lässt sich auf der Rückfahrt ganz wunderbar zu einem kleinen Ballen zusammenknüllen. Die Jacke erhielt bei der Stiftung Warentest lediglich die Note ausreichend. Ehrlich gesagt kann ich das absolut nicht nachvollziehen, da ich keine Ahnung habe, was eine teurere Jacke besser machen könnte. Falls sich also noch jemand für die kalte Jahreszeit ausstatten möchte und gerade keine Geldruckmaschine zur Hand hat, guckt euch mal die Vaude Men’s Escape Light an.

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Imperiale Backwaren

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Unter Umständen ist es bekannt, dass ich am Mittwoch dieser Woche meinen 33sten Geburtstag eingeläutet habe. Dreiunddreißig. Das ist genau das Alter, an dem Jesus den Löffel abgegeben hat. Somit bin ich nun, überlebenstechnisch gesehen, erfolgreicher als eben dieser Herr.

Wie auch immer. Ich mag Geburtstage nicht sonderlich, dennoch hat dieser ziemlich viel Spaß gebracht, denn wir feierten im Heidepark und ich hatte somit einen Tag lang Freigang aus der Anstalt. Alleine das war schon großartig genug. Abends ging es dann zum Inder und das hat so unfassbar fantastisch geschmeckt, dass man das dringend wiederholen muss! Und ihr solltet das auch machen – Taj Mahal heißt der Laden.

Heute allerdings schoss meine Dame dann den Vogel ab. Wie jedes Jahr gibt es einen Geburtstagskuchen. Und nicht irgend einen Geburtstagskuchen, sondern in erster Linie übertriebene und völlig perverse Geburtstagsmonsterkuchen from outer space.

Und so wurde mir dieses Ding hier überreicht:

Das ist ein TODESSTERNKUCHEN! WOOP WOOP!

Somit habe ich im Leben alles erreicht, wofür es sich zu Kämpfen lohnt. Das Teil schmeckt übrigens mindestens so grandios, wie es aussieht. Unfassbar! Ich muss jetzt ganz schnell 34 werden.

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ello.co

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Am Freitag stellte der gute Markus G. Sänger mir liebenswerter Weise einen Invite für die ello.co Beta zur Verfügung. Ich schaute mir die Bude daraufhin einige Zeit an und kam zu dem Fazit, dass ich kein Fazit nennen kann, da ich a) den Sinn hinter ello.co nicht verstehe und b) nicht verstehe, welchen zusätzlichen Nutzen mir dieser Dienst überhaupt bieten soll.

  • You are not a product. Das sagen sie alle am Anfang.
  • No Ads. Auch schon mal gehört.
  • Keine Zeichenbeschränkung. Hallo Facebook.
  • Followerprinzip. Hallo Twitter.

Wie gesagt. Mir erschließt sich die Existenzberechtigung von ello.co nicht. Eventuell übersehe ich ja etwas, aber bis dahin zitiere ich mich einfach mal selbst:

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Scheint ja im Trend zu sein, den Inhalt vom Telefon-Homescreen in den Blog zu kippen. Jetzt will ich auch mal. Von links nach rechts:

Fantastical 2: Ersetzt bei mir den iOS Kalender, sowie die iOS Aufgabenverwaltung. Nutze ich extrem oft, daher befindet sich das Teil auch an erster Stelle auf dem Screen.

Photos: Für Fotos *hust*. Ich mag die App nicht, weil das Ding unglaublich beschissen in der Benutzung ist. Ich hatte allerdings bis heute keine Lust, mich nach einer Alternative umzusehen. Um geschossene Fotos anzuschauen (und ggf. zu löschen) reichts aber auch. Ausserdem kommt bald mit iOS 8 eine runderneuerte Version.

Wunderlist: Die To-Do App meiner Wahl. Eigentlich nutze ich das Teil aber eher, um mir interessante oder wichtige Dinge (Filme, Musik, Schulden, o.ä. zu merken). Ich probiere pausenlos irgendwelche Alternativen aus, lande aber letztlich immer wieder bei Wunderlist. Zudem ist die App kostenlos und erlaubt es einem, seine Listen mit Anderen zu teilen.

Evernote: Sollte bekannt sein. Nutze ich hauptsächlich zum sichern von Rechnungen. Ich bin nämlich nicht dazu in der Lage, Rechnungen und Quittungen in Printform in seltsamen Ordnern abzulegen und im Schrank zu verstauen. Schaffe ich nicht. Muss das alles digital haben. Dazu mache ich per Scanner Pro direkt nach einem Einkauf ein Foto vom Bon, erstelle automatisch ein PDF davon, schubse das Bild zu Evernote hoch und schmeiße den Kaufbeleg in den Müll. Klappt hervorragend und ich freue mich immer wieder aufs neue, wenn ich innerhalb von 3 Sekunden einen 4 Jahre alten Kaufbeleg ausgrabe(n kann).

Reeder 2: Sobald ich einen Blog oder eine Seite als interessant erachte, abonniere ich diese per RSS in Fever° und werde anschließend immer auf dem aktuellen Stand gehalten. Ich kann mir Beiträge favorisieren, zu Readability rüberwerfen oder als gelesen markieren. Das ist großartig und ich kann Menschen nicht verstehen, die tatsächlich noch Webseiten ansurfen, um sich die neuesten Beiträge durchzulesen. Ich würde bekloppt werden.

Instacast: Ich bin süchtig nach Podcasts. Inzwischen höre ich diese sogar öfters als Musik – Jedenfalls am Handy. Um meine Podcasts zu verwalten (inzwischen sind das an die 60 Stück), nutze ich Instacast vom deutschen Entwickler Martin Hering. Auch hier teste ich ständig Alternativen, da mir Instacast eigentlich viel zu überladen ist. Aber auch hier kehre ich letztlich immer wieder zurück.

Day One: Ursprünglich fand ich die Idee, eine Art Tagebuch am iPhone zu führen, ziemlich bescheuert. Dann wurde die App allerdings anfang des Jahres kurzzeitig verschenkt und ich hab dann doch mal reingeschaut. Was soll ich sagen? Day One gefällt mir, und bisher habe ich so ziemlich regelmäßig “Buch geführt”. Ich glaube, in ein paar Jahren (sollte ich solange durchhalten) könnte das noch recht interessant werden.

Google Maps: Kurzum – Die hauseigene Kartenapp von Apple ist beschissen. Ich wäre garantiert schon des Öfteren beim Autofahren verstorben, wenn ich mich von “Karten” hätte leiten lassen. Entweder hätte ich ein Atomkraftwerk gerammt, wäre mitsamt Gefährt in die Elbe gefallen oder schlicht und ergreifend während einer Umleitungsphase verhungert. Google Maps hingegen bringt mich (fast) immer ans Ziel.

Tweetbot 3: Der beste Twitterclient auf diesem Planeten. Geile Gestensteuerung, flott, hübsch und mit eingebautem Mutefilter. Wenn jetzt noch ein automatischer Selfieblocker eingebaut wird, bin ich wunschlos glücklich. Leider gibts von dem Ding noch immer keine aktualisierte iPad Version.

Instagram: Ich fotografiere mein Essen und unsere Fellärsche. Dafür nutze ich Instagram.

Runtastic Pro: Für Sportkrams. Seit rund einem Jahr fahre ich sehr fleissig Fahrrad und geh’ auch dann und wann mal eine Runde Joggen. Aufgrund eines Battles mit einem Arbeitskollegen habe ich sogar ein Premium-Abo angeschlossen. Ich führe übrigens gnadenlos.

Launch Center Pro: Mit Launch Center Pro ist es möglich, komplexe Befehlsketten für alle möglichen Aufgaben zu erstellen. Um ehrlich zu sein, habe ich mir die App während eines Deals gekauft und seitdem nicht eingerichtet. Das Ding liegt auf meinem Homescreen, damit ich stetig dran erinnert werde, mich doch mal damit auseinanderzusetzen.

1Password: Ohne 1Password würde ich wie ein Käfer strampelnd auf dem Rücken liegen. Ich habe durch die Bank sämtliche meiner Passwörter generieren lassen und keines davon wiederholt sich. Mit 1Password bin ich nun in der großartigen Situation, mir kein einziges Login mehr merken zu müssen. Diese App ist ein Segen und ich bin so begeistert, dass ich mir für jedes erdenkliche Gerät eine Lizenz zugelegt habe.

use Folder: Hier kommt alles rein, was ich für sinnvoll (oder halbwegs sinnvoll) erachte, aber nicht ständig benötige. Finanzblick; KptnCook; YouTube; Google Docs; Scanner Pro; Remote; Battle.net Authenticator; Spotify; Writer Pro (fantastisch! Allerdings eher auf iPad oder Mac); Crate Digger (Discogs Verwaltung); eBay Mobile; Amazon; Tempo (bestes Metronom überhaupt); DB Navigator; Google Analytics; Playstation; WordPress; Flickr; Pedometer; Hyperlapse; Vine; Withings; Headspace; Find My Car (könnte eigentlich auf den Homescreen… mh); Tumblr.

play Folder: Nunja. Spiele eben. Ingress; Threes; Tiny Wings (noch immer mein Fav); Duet (hat mir der Unearned empfohlen und ich liebe es); Bitless (holy fuck!); King of Math (gegen geistige Verkalkung); Canabalt; Dots; Two Dots; Bicolor.

Phone: Damit kann man telefonieren.

messenger Folder: Ich HASSE Messenger und trotzdem hab ich alle wichtigen auf meinem Handy. Warum? Weil jeder Honk einen anderen nutzt, bzw bei WhatsApp rumhängen, ich Whatsapp aber nicht mehr nutzen will. Inhalt: Google Hangouts; iMessage; Facetime; Skype (absolute Seuche); Threema.

Mail: Ähm, ja.

Safari: Für Interweb.

 

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Hyperlapse

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Was Microsoft vor mehreren Wochen als Technik-Demo der Menschheit präsentierte, wirft die Facebooktochter Instagram jetzt kurzerhand auf den Markt.

Traditionally, time lapse videos depend on holding your phone or camera still while you film. Hyperlapse from Instagram features built-in stabilization technology that lets you create moving, handheld time lapses that result in a cinematic look, quality and feel—a feat that has previously only been possible with expensive equipment.
blog.instagram.com

Hier mal mein gehyperlapster Arbeitsweg, liebevoll untermalt von unfassbar fesselndem, gemafreiem YouTube Reggae.

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Meine Timeline, Deine Timeline.

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Informationen, die ich erhalte, ohne sie jemals bestellt zu haben, sind für mich grundsätzlich Spam. Und generell stellt jegliche Art von Timeline Algorithmus den eigentlichen Sinn des Nachrichtendienstes stark in Frage. Sämtliche Entscheidungen der letzten Monate zeugen eigentlich nur davon, dass Twitter sein eigenes Produkt nicht versteht.